nicaraguaManagua. - In Nicaragua steht Präsident Daniel Ortega vor seiner dritten Amtszeit. Bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag lag Ortega nach Angaben des Obersten Wahlrates nach der Auszählung von 70 Prozent der Stimmen mit 64 Prozent Stimmenanteilen klar in Führung. Ortegas schärfster Herausforderer Fabio Gadea kam auf 29 Prozent, der frühere Präsident Arnoldo Aleman auf sechs Prozent.

Der 65jährige Ortega war Führer der Sandinisten, die Diktator Anastasio Somoza 1979 von der Macht vertrieben. 1984 wurde er zum Präsidenten gewählt. Nachdem er die Wahl 1990 verloren hatte, gelang ihm 2007 erneut die Rückkehr in das Präsidentenamt. Um ihm eine erneute Kandidatur zu ermöglichen, hatte der von den Sandinisten dominierte Oberste Gerichtshof die Beschränkung auf zwei Amtszeiten aufgehoben.

Während die Regierung Nicaraguas von einem größtenteils ruhigen Wahlverlauf sprach, berichteten Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), sie hätten keinen Zugang zu zehn Wahllokalen erhalten. Nicaraguanische Wahlbeobachter erklärten, sie hätten 600 Beschwerden über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl gemeldet.

Auch in Guatemala wurde am Sonntag ein neuer Präsident gewählt. Dort steht 25 Jahre nach Ende der Militärdiktatur wieder ein Militär an der Spitze des Landes. Nach Angaben des Wahlgerichts erreichte der rechtsgerichtete Ex-General Otto Pérez Molina bei der Stichwahl nach Auszählung von rund 90 Prozent der abgegebenen Stimmen 55 Prozent. Er lag damit zehn Prozent vor dem Unternehmer Manuel Baldizón.

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