wfp_iconBerlin. - Hohe Preise für Nahrungsmittel und die anhaltende Dürre drohen viele Menschen in Niger in den Hunger zu treiben. Davor hat das UN World Food Programme (WFP) jetzt gewarnt. Der durchschnittliche Preis für Hirse sei im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent gestiegen, berichtete das Welternährungsprogramm.

"Die Menschen im Niger sind von ungewöhnlich hohen Nahrungsmittelpreisen betroffen, wodurch es immer schwieriger für sie wird, sich und ihre Kinder zu versorgen", berichtete die WFP-Landesdirektorin in Niger, Denise Brown. "Ich bin sehr besorgt über die in den nächsten Monaten immer bedrohlicher werdende Ernährungssituation. Wir können uns nicht einfach zurücklehnen und darauf warten, dass die schlimmsten Befürchtungen eintreten."

Niger befindet sich nach Angaben des WFP momentan in der unmittelbaren Nacherntezeit, in der normalerweise mehr Getreide auf den Märkten erhältlich ist und die Preise entsprechend sinken. Dies sei in diesem Jahr jedoch nicht der Fall: Der durchschnittliche Hirsepreis sei im Vergleich zum Vorjahr (November 2010) um 37 Prozent gestiegen.

Die Regierung des Niger gibt an, dass bis zu 750.000 Menschen in den Regionen Tahoua, Tillabéri, Diffa und in manchen Gebieten des Zinder extrem vom Hunger bedroht sind. Es sei zu erwarten, dass diese Zahl zu Beginn des Jahres 2012 auf bis zu eine Million Menschen ansteige, wenn alle Vorräte verbraucht sind, so das WFP. Die nächste Ernte in Niger ist erst im März / April 2012 zu erwarten.

Das WFP muss im nächsten Jahr rund 3,3 Millionen Menschen in Niger mit Ernährungshilfe unterstützen. Für diese Hilfsoperation benötigt die rein freiwillig finanzierte UN-Organisation rund 163 Millionen Dollar.

www.wfp.org

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