cbmBensheim. - Auf den Philippinen erschweren neue Überschwemmungen die Hilfsmaßnahmen für die Opfer des Tropensturmes "Washi". Die Behörden gehen von rund 1.250 Todesopfern aus. Fast 700.000 Menschen sind von der Katastrophe betroffen, schätzungsweise 100.000 von ihnen haben eine Behinderung und sind besonders auf Hilfe angewiesen. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat in einem ersten Schritt 50.000 Euro bereitgestellt, um den Menschen helfen zu können.

Seit drei Tagen hofft ein Großvater in den Trümmern seines Hauses, dass seine Tochter, eine Lehrerin, endlich nach Hause kommt – bislang vergebens. Verzweifelt haben Helfer nach ihr und ihren Kindern gesucht. Wahrscheinlich sind alle tot. Die lokalen Partner der Christoffel-Blindenmission berichten, dass auch zahlreiche Menschen mit Behinderungen von den Fluten mitgerissen wurden. Wer überlebt hat, ist meist in Notunterkünften untergebracht.

Der langjährige CBM-Partner "Philippine Service of Mercy Foundation" (PSMF) sucht in Cagayan de Oro, einer der am schwersten betroffenen Städte, nach Menschen mit Behinderungen, damit auch sie von den Hilfsleistungen profitieren. Der Projektpartner PSMF vor Ort weiß, was die Menschen nun am dringendsten brauchen: Trinkwasser, Lebensmittel, Hilfsmittel und Medikamente.

Behinderte Menschen sind in solchen Notsituationen besonders hilflos. Auch wenn die Fluten sinken, bleiben in der Regel Schutt- und Schlammmassen zurück: häufig unüberwindbare Hindernisse für gehbehinderte oder ältere Menschen. Auch ein Blinder, der sich seinen Weg ertasten muss, findet sich in so einer Straße ohne Hilfe nicht mehr zurecht. Medikamente, Ersatz für verlorene Brillen und Hörgeräte oder auch Gehhilfen sind für das Überleben von Menschen mit Behinderung fast so wichtig wie Trinkwasser und Nahrung.

Die CBM ermittelt derzeit über ihre Partner vor Ort, wie die notwendige Hilfe am schnellsten geleistet werden kann. Die Organisation ruft zu Spenden auf.

www.cbm.de

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