difaem 100Tübingen. - Blutvergießen und Leid nehmen in Syrien kein Ende. In den Notunterkünften fehlt es an Kleidung, Decken und Medikamenten. Das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) in Tübingen hat deshalb am Donnerstag eine Hilfslieferung von Medikamenten mit einem Gewicht von fast 200 Kilogramm auf den Weg gebracht. Sie wird von zwei Krankenwagen in eine vernachlässigte Provinz in Ostsyrien transportiert.

In den syrischen Krankenhäusern und Flüchtlingslagern gibt es nach Angaben des Difäm kaum noch Schmerzmittel oder Verbandsstoffe. Vor allem in entlegenen Krisengebieten komme die humanitäre Hilfe auf Grund der prekären Sicherheitslage oft nicht an.

"Wir haben eine Bedarfsliste aus der ostsyrischen Provinz Dair az-Zur erhalten, wonach vor allem Medikamente für die Erstversorgung von Kranken und Schwerverletzten gebraucht werden", erklärte Barbara Matengu von der Arzneimittelhilfe des Difäm. "Daher geben wir in unserer Hilfslieferung Antibiotika, Schmerzmittel, Lokalanästhetika, Narkosemittel und Nahtmaterial mit, die wir über einen niederländischen Großhandel besorgt haben".

Die Tübinger Syrienhilfe e.V., die in Syrien mit einem Hilfskomitee aus zehn Ärzten und mehreren Helfern zusammen arbeitet, hatte sich für die Medikamentenhilfe an die Tübinger Organisation für medizinische und pharmazeutische Entwicklungszusammenarbeit gewandt. "Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern ist sehr hilfreich, da ansonsten kaum Hilfsgüter zu den Menschen in Dair az-Zur kämen", so die Pharmazeutin Barbara Matengu. Zunächst werde alles zu einer Sammelstelle in der Stadt Kurnaz in der Ost-Türkei gebracht, von wo aus dann die Wagen begleitet nach Syrien fahren.
 
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