ifadRom. - Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) besucht am Dienstag in Rom die drei wichtigsten Sonderorganisationen der Vereinten Nationen für ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), das Welternährungsprogramm (WFP) und den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD). Mit dem IFAD geht das BMZ eine strategische Partnerschaft ein.

"870 Millionen Menschen leiden weltweit Hunger", sagte Niebel. "Die Mehrheit von ihnen lebt auf dem Land. Deshalb ist die Förderung des ländlichen Raums zentral für die Bekämpfung von Hunger und Armut. Genau hier setzt IFAD an. IFAD ist daher für uns ein besonders wichtiger Partner."

Das BMZ will mit IFAD konkret den Zugang von Kleinbauern zu den Agrarmärkten durch Aufbau von Wertschöpfungsketten fördern, damit sie die Chance haben, mehr und nachhaltig zu produzieren und höhere Einnahmen zu erzielen. Der International Fund for Agricultural Development (IFAD) ist auf die Armutsbekämpfung in ländlichen Gebieten spezialisiert. Hierfür vergibt IFAD zinsgünstige Kredite an Entwicklungsländer. Deutschland ist größtes europäisches Geberland.

"Die Globalisierung der Agrarmärkte bietet viele Chancen", erklärte Niebel. "Sie müssen als Chancen zur Überwindung von Armut und Hunger genutzt werden. Dazu gehört, Entwicklungsländern einen größeren Anteil an der landwirtschaftlichen Wertschöpfung zu ermöglichen. Bislang findet der besonders gewinnbringende Teil der Verarbeitung und Veredelung von Agrarprodukten außerhalb der Entwicklungsländer statt."

Niebel will zudem mit Ertharin Cousin zusammentreffen, der Exekutivratsdirektorin des World Food Programme. "Das BMZ unterstützt die Arbeit des Welternährungsprogramms weiter massiv", so Niebel. "Wir haben hierfür vor wenigen Tagen zusätzlich fast 14 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Weitere rund 9 Millionen Euro werden noch im ersten Halbjahr 2013 folgen". Angesichts der dramatischen Situation syrischer Flüchtlinge in den Grenzgebieten Jordaniens und des Irak machte Niebel zudem eine Sonderzusage in Höhe von einer Million Euro für die Versorgung syrischer Flüchtlingskinder.

Das BMZ hatte 2010 die ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung zum Schwerpunkt erklärt. Seither wurden nach Angaben des Ministeriums mehr als 2,1 Milliarden Euro bereitgestellt, um künftige Hungerkatastrophen zu verhindern. Deutschland ist damit unter den drei größten Gebern in diesem Bereich. 2012 stellte Niebel ein Zehn-Punkte-Programm für ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung vor, das auch auf die Partnerschaft mit internationalen Organisationen wie IFAD setzt.

www.bmz.de
www.ifad.org

 


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