sesBonn. - Senior Experten waren im Jahr 2012 gefragt wie nie. Der Senior Experten Service (SES) verzeichnete mit 2.806 Einsätzen in 90 Ländern das beste Ergebnis seiner Geschichte. Die positive Bilanz wurde am Dienstag von Franz Schoser, Vorstandsvorsitzender der SES-Stiftung, und SES-Geschäftsführerin Susanne Nonnen in Bonn vorgestellt.

Über 2.800 SES-Einsätze rund um den Globus und mehr als 10.500 registrierte Experten waren zum Jahresende in der Bilanz des SES aufgelistet. Die weltweite Nachfrage nach dem Rat der SES-Experten ist ungebrochen: ob von kleinen und mittleren Firmen, gemeinnützigen Einrichtungen, Schulen, Kammern oder Kommunen – und seit einigen Jahren auch von Auszubildenden in Deutschland.

Senior Expertin Brigitte Schmitz, einst als Professorin tätig an der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn, half beim Aufbau eines praktischen Kurses zur Biochemie an einer Universität in Kinshasa, DR Kongo. KfZ-Meister und SES-Experte Gerd Woldemar Reimann aus Fröndenberg führte in Tunesien im Auftrag der Handelskammer Hamburg die Bestandsaufnahme der Ausrüstung eines Berufsausbildungszentrums durch und stellte fest: "Die Weiterbildung der Ausbilder ist genau so wichtig wie eine zeitgemäße Ausrüstung und darf nicht vernachlässigt werden."

Das Bäckerhandwerk ist das Thema von Günther Thiermann aus Bad Hönningen: Er qualifizierte Mitarbeiter einer Backstube in Guatemala, die ein Kinderheim versorgt. "Den Kollegen Schritt für Schritt das Backen beizubringen, das hat richtig Spaß gemacht. Jetzt können Sie es selbst!" Brigitte Roggendorf aus Bonn berichtete davon, wie sie einen Auszubildenden unterstützte, dessen Abschluss in Gefahr war.

"Wir setzen bei allen unseren Einsätzen auf das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe" betonte Franz Schoser. "Nach wie vor besteht unser Kerngeschäft in der Organisation von Experteneinsätzen im Ausland. Aber, wer rastet, der rostet. Deshalb hat sich der SES hier in Deutschland neue Aktionsfelder: Unsere Expertinnen und Experten kümmern sich seit einigen Jahren intensiv um junge Menschen in Schule und Ausbildung."

Einen Ausblick auf das neue Geschäftsjahr gab Susanne Nonnen. "In Deutschland hat sich der SES vorgenommen, das so erfolgreiche Schulprogramm Neue Impulse für Schüler auch in anderen Bundesländern als Nordrhein-Westfalen anzubieten und die Ausbildungsinitiative VerA weiter auszubauen. Im Ausland wird er sein Engagement vor allem in Afrika intensivieren."

Der SES – die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit – gibt mit Fachleuten im Ruhestand aus über 50 Branchen Hilfe zur Selbsthilfe. SES-Einsätze finden vorwiegend in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie in Mittel- und Osteuropa statt, aber auch in Deutschland. Zurzeit sind beim SES mehr als 10.500 ehrenamtliche Expertinnen und Experten registriert. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 hat der SES fast 30.000 Einsätze in mehr als 160 Ländern verwirklichen können.

Das Foto zeigt den Senior Experten Horst Eichler in China © SES

www.ses-bonn.de

 


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