wfp iconDamaskus. - Inmitten des Bürgerkrieges erwartet die Menschen in Syrien im dritten Jahr in Folge ein strenger Winter. Das UN World Food Programme (WFP) begann daher mit der Verteilung von fast 10.000 Litern Petroleum an vertriebene Familien innerhalb des Landes, die in zehn Notunterkünften in Damaskus leben. Das Petroleum wird sowohl zum Heizen als auch zum Kochen genutzt. Es ist geplant, in den kommenden Tagen 35 weitere Unterkünfte in Homs, Hama und den Vororten von Damaskus mit Brennstoff zu versorgen.

"In Syrien sind die Winter schon immer sehr kalt, doch es ist etwas anderes, wenn man diesen Winter in einer einfachen Notunterkunft anstatt im eigenen Zuhause verbringt", sagte der WFP-Landesdirektor in Syrien, Matthew Hollingworth. "Die meisten Vertriebenen in Syrien haben ihre Häuser mit nur wenigen Habseligkeiten verlassen, sodass sie kaum warme Kleidung und Decken haben, um sich vor der Kälte zu schützen. Sie benötigen dringend Petroleum zum Heizen und um die Nahrungsmittel zu kochen, die sie von uns erhalten."

Während der vergangenen Tage hat WFP weitere Nahrungsmittel für die notleidende Zivilbevölkerung auch in schwer zu erreichenden Gebieten bereitgestellt. Die UN-Organisation sandte in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen am 10. und 12. Dezember 3.000 Familien-Notrationen – genug um 15.000 Menschen einen Monat lang zu ernähren –in den Bezirk Idlib. Das Gebiet konnte aufgrund schwerer Kämpfe das gesamte vergangene Jahr nicht erreicht werden.

Trotz des Wintereinbruchs  ist die Nahrungsmittelverteilung in anderen Regionen des Landes weiter in Gang. WFP verfolgt das Ziel, diesen Monat vier Millionen Menschen in Syrien mit Nahrungsmitteln zu unterstützen. Doch der Bedarf an humanitärer Soforthilfe und die Nahrungsunsicherheit nehmen zu, denn der anhaltende Konflikt zehrt die Kräfte gerade der schutzbedürftigsten Syrer immer weiter aus.

WFP plant, diese Woche dringend benötigte Nahrungsmittel für vertriebene Familien aus Erbil, Irak, nach Qamishly im Nordosten Syriens einzufliegen, doch widrige Wetterbedingungen verzögerten die Ankunft des ersten WFP-Flugzeugs. Sobald der Flughafen von Qamishly wieder geöffnet ist, wird WFP beginnen, mehr als 400 Tonnen Nahrungsmittel per Luftbrücke in die Region zu bringen. Aufgrund sehr unsicherer Straßen konnten humanitäre Organisationen den Regierungsbezirk Al Hassakeh in den letzten fünf Monaten nicht durchgehend erreichen.

Die eingeflogenen Familienrationen enthalten Weizenmehl, Nudeln, Öl, Zucker, Salz, Reis, Konserven mit Bohnen und Buchweizenmehl. Sie werden den Menschen helfen, durch die kältesten Monate des Winters zu kommen. WFP wird weiterhin versuchen, Al Hassakeh und weitere nordöstliche Regierungsbezirke auf dem Landweg zu erreichen.

Im Libanon unterstützt WFP zusammen mit Partnerorganisationen die neu angekommenen, vom Wintereinbruch betroffenen syrischen Flüchtlinge mit ausreichend Nahrungsmitteln, um 150.000 Menschen für einen Monat zu ernähren. Gerade eingetroffene Familien bekommen Nahrungsmittelrationen, bis sie von UNHCR registriert wurden und "e-cards", elektronische Lebensmittelgutscheine, erhalten, die sie in lokalen Geschäften einlösen können. WFP unterstützt mehr als 600.000 syrische Flüchtlinge im Libanon.

In Jordanien weitet WFP die Nahrungsmittelverteilung im Flüchtlingslager Zaatari aus, damit die Kalorienzufuhr in den harten Wintermonaten verbessert wird. Die Notrationen enthalten Reis, Linsen, Buchweizenmehl, Zucker und Salz. Zudem erhalten Flüchtlinge in Zaatari Nahrungsmittelgutscheine im Wert von umgerechnet 16 Euro pro Person und Monat. Im Rahmen des angestrebten Wechsels von der Nahrungsmittelverteilung hin zum Gutscheinsystem soll dieser Betrag weiter erhöht werden.

Quelle: Medienmitteilung WFP
www.wfp.org/de

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