pazifik inseln sekretariatSuva. - Die Europäische Union (EU) und das Pacific Islands Forum Secretariat (PIFS) haben ein Abkommen über die Finanzierung der Anpassung kleiner Inselstaaten an den Klimawandel unterzeichnet. Das Programm im Umfang von rund 37,3 Millionen Euro soll 15 Staaten dabei helfen, die Folgen des Klimawandels zu minimieren, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern und institutionelle Kapazitäten aufzubauen.

Das "Adapting to Climate Change and Sustainable Energy" (ACSE) Programm wird über den Europäischen Entwicklungsfonds (European Development Fund, EDF) abgewickelt und laut einer Mitteilung des PIFS in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Regierung Neuseelands, der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) und dem Sekretariat der Pazifischen Gemeinschaft (SPC) umgesetzt. Die Unterzeichnung fand im Rahmen eines EDF-Meetings in Suva auf den Fidschi-Inseln statt.

Von dem Programm sollen die Cook Islands, Ost-Timor, Fidschi, Kiribati, Mikronesien, Nauru, Niue, Palau, Papua Neu-Guinea, die Marshall Inseln, Samoa, die Solomon Inseln, Tonga, Tuvalu und Vanuatu profitieren. Das teilte das PIFS am Donnerstag in Suva (Fidschi) mit.

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Karte: Lage von Melanesien, Mikronesien und Polynesien / Wikimedia Commons

"The Forum Secretariat and its partner regional agencies warmly welcome the EU’s commitment to climate change and sustainable energy", sagte Tuiloma Neroni Slade, der Generalsekretär des Pacific Island Forum Sekretariats. "In almost every Forum communiqué in recent years, Leaders have emphasised the importance of securing access to energy, their commitment to renewable energy, the promotion of efficiency measures and the need for significant progress in diversification by developing domestic renewable energy to reduce their reliance on imported fuels. Similarly, Forum Leaders have given affirmation of the dangers of climate change – to the livelihoods, security and well-being of the peoples of the Pacific."

Ein großes Problem auf vielen Pazifik-Inseln ist die durch den Anstieg des Meeresspiegels verursachte Versalzung der Böden. Bestandteil des Programmes ist deshalb die Suche nach salz-resistenteren Pflanzensorten, die Sicherung der Trinkwasserversorgung und die Erforschung von Methoden zur Anpassung der Landwirtschaft und der Küstenfischerei an veränderte Klimabedingungen.

Die Pazifik-Inselstaaten sind für weniger als 0,03 Prozent der derzeitigen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Viele der Inseln liegen jedoch nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und sind von Überflutung bedroht. Aus eigenen Mitteln können sie sich nicht an den vom Menschen verursachten Anstieg des Meeresspiegels anpassen. Hinzu kommt die starke Abhängigkeit von Energieimporten, insbesondere Erdöl für die Erzeugung von Strom und die Betankung von Kraftfahrzeugen. Eine nachhaltige Energieversorgung, so das gemeinsame Sekretariat der Inselstaaten, sei deshalb ebenso wichtig wie die Anpassung an die veränderten Klimabedingungen.

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