Humanitäre Hilfe

Erdbeben in Pakistan. Foto: HilbrechtIslamabad/Potsdam (epo). - Ein Jahr nach der Flutwelle im Südpazifik können Hilfswerke eine positive Bilanz ziehen:  13,6 Milliarden US-Dollar wurden weltweit von Regierungen, nichtstaatlichen Organisationen und Spendern als Hilfe bereit gestellt, allein die deutschen Bundesbürger gaben mehr als 670 Millionen Euro. Das Erdbeben in Pakistan mit mehr als 80.000 Toten bewegt die Gemüter weit weniger. Die TV-Kameras kommen kaum in die unzugängliche Region, Europäer sind so gut wie nicht betroffen - mit dem Medieninteresse schwindet auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Um so mehr sollte über Möglichkeiten nachgedacht werden, Katastrophenfolgen wie die in der Kaschmir-Region künftig zu vermeiden. Letzteres wäre durchaus möglich, so die Analyse von Diplom Geologe Dr. Heinz Hilbrecht, der unlängst die Katastrophenregion bereiste.

Cornelia F?llkrug-WeitzelStuttgart (epo). - Ein Jahr nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe hat die Diakonie Katastrophenhilfe eine positive Bilanz ihrer Hilfen gezogen. "Viele der Überlebenden haben inzwischen wieder ein eigenes Einkommen und damit eine Lebensgrundlage", erklärte die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel (Foto). "Auch der Wiederaufbau von Häusern kommt allmählich voran. Am wichtigsten ist uns aber, dass die Menschen, deren Selbsthilfebemühungen wir unterstützen, ihre Würde bewahren und wieder Hoffnung schöpfen können."

ADHKöln (epo). - Ein Erdbeben der Stärke 6,7 mit Epizentrum in Afghanistan hat zwei Monate nach dem verheerenden Erdbeben in der Kaschmir-Region viele Einwohner wieder in Panik versetzt. "Hier herrscht Endzeitstimmung, die Menschen haben Angst und glauben, das Erdbeben von Anfang Oktober und die erneuten Erschütterungen seien der Anfang vom Ende", berichtete Iris Manner, Medienkoordinatorin von Aktion Deutschland Hilft (ADH), aus Muzaffarabad.
Sri LankaColombo/Berlin (epo). - Der Wiederaufbau nach dem Tsunami kommt in Sri Lanka voran. Wie das Bundespresseamt am Montag mitteilte, hat die Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Partnerschaftsinitiative Fluthilfe, Christina Rau, die Seemannsschule in Galle im Süden Sri Lankas besucht und den Grundstein für den Wiederaufbau einer Schule in Balapitiya gelegt.
Erdbeben in PakistanIslamabad/Berlin (epo). - Das internationale Hilfswerk Oxfam hält eine "dramatische Verstärkung und Verbesserung der internationalen Hilfsaktion" für die Erdbebenopfer in Pakistan für dringend erforderlich, um eine zweite humanitäre Katastrophe zu verhindern. "Die internationale Gemeinschaft muss schneller und besser zusammen arbeiten, wenn sie ihr Versprechen halten will, weitere Todesfälle zu vermeiden", erklärte die Organisation am Montag in Islamabad.

Entwicklung hilftBonn (epo). - Die fünf deutschen Hilfswerke, die im Bündnis "Gemeinsam für Menschen in Not - Entwicklung hilft!" zusammengeschlossen sind, haben insgesamt rund 74,45 Mio. Euro an Spenden und öffentlichen Zuschüssen für die Tsunami-Flutopferhilfe eingesetzt. Die Mittel wurden für Soforthilfemaßnahmen ausgegeben oder für Wiederaufbauprojekte bereitgestellt, die den größten Anteil der vertraglich gebundenen Projektzusagen ausmachen.

Erdbeben in PakistanIslamabad/Bonn (epo). - Der Vorsitzende von CARE International Deutschland, Heribert Scharrenbroich, hat angesichts des Wintereinbruchs in Deutschland mehr Hilfe für die Erdbebenopfer in Pakistan angemahnt. "Der Wintereinbruch in Deutschland sollte uns ahnen lassen, wie es den von Erdbeben bedrohten Menschen in  Pakistan geht, die immer noch nicht vor der Kälte in Sicherheit gebracht werden konnten", sagte Scharrenbroich. "Wenn es zu spät ist, werden wir in den reichen Ländern wieder beklagen, dass man - wider besseres Wissen - unzählige Menschen nicht vor dem Kältetod gerettet hat."

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