Weltwirtschaft

Anti-WTO-Aktion in Hongkong. Foto: AttacHongkong/Frankfurt (epo). - In einem offenen Brief an die chinesische Botschaft hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac Straffreiheit für 14 Demonstranten gefordert, die während der Proteste gegen die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember 2005 festgenommen wurden. "Wir sind sehr besorgt über die Situation unserer Freunde, die in Hongkong festgehalten werden", sagte Hanni Gramann von der Attac-Arbeitsgruppe Welthandel und WTO.

Globales Netzwerk der Deutschen BankFrankfurt a.M./Hamburg (epo). - Die Deutsche Bank zieht sich nach Angaben ihres Umweltmanagers Michael Hölz als Financial Advisor aus einem heftig kritisierten Übernahmegeschäft in der indonesischen Zellstoff-Industrie zurück. Wie die Umweltorganisation ROBIN WOOD mitteilte, war für den heutigen Mittwoch ein bundesweiter Protesttag vor den Filialen der Deutschen Bank geplant. Am Morgen habe die Bank ihren Rückzug aus dem Projekt bekannt gegeben.

Claudia WarningHongkong/Berlin/Bonn (epo). - Entwicklungs- und Umweltorganisationen haben nach dem Ende der 6. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO in Hongkong eine negative Bilanz der WTO-Verhandlungen gezogen. Die meisten nichtstaatlichen Organisationen (NRO) halten die "Doha-Entwicklungsrunde" der WTO für gescheitert. "Der große Wurf ist ausgeblieben", kommentierte die Vorstandsvorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), Claudia Warning, die Ergebnisse des WTO Gipfels. "Die notwendigen Impulse, zur verstärkten Einbeziehung des Welthandels in die weltweite Armutsbekämpfung und bei der Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele kamen nicht."

WTOHongkong/Berlin/Oxford (epo). - Die EU und die USA müssen im Jahr 2006 radikal neue Angebote auf den WTO-Verhandlungstisch legen, wenn sie nicht das endgültige Aus für die "Entwicklungsrunde" der Welthandelsorganisation (WTO) riskieren wollen. Zu diesem Schluss kommt Oxfam International in einer Analyse der Verhandlungsergebnisse des WTO-Ministertreffens vom 13. bis 18. Dezember in Hongkong.

Barbara Unm??igHongkong (epo). - Von der versprochenen "Entwicklungsrunde" der Welthandelsorganisation WTO ist nach dem Ende der 6. WTO Ministerkonferenz in Hongkong (13.-18. Dezember) nicht viel übrig geblieben. Dieses Resümee hat die Entwicklungsexpertin und Vorstandsvorsitzende der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung (HBS), Barbara Unmüßig, gezogen. "Die Entwicklungsländer haben in Hongkong minimale Zugeständnisse im Agrarbereich mit weitreichenden Verpflichtungen in anderen Punkten, vor allem im Industrie- und Dienstleistungsbereich, bezahlen müssen", sagte Unmüßig. "Vor allem die EU, aber auch die USA, haben ihre Interessen ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Entwicklungsländer durchgesetzt und damit deren reale Entwicklungschancen vermindert."

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