Weltwirtschaft

EU Corporate AgendaHongkong (epo). - Die Handelspolitik der Europäischen Union ist nach Auffassung der entwicklungspolitische NRO WEED (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung) zu Konzern-freundlich. Zum Auftakt der WTO-Ministerkonferenz in Hongkong erklärte WEED gemeinsam mit anderen europäischen NRO, die EU stelle sich gerne als die gute Supermacht dar. "Doch ihre Handelspolitik zeigt nur eins: Verpackt in Entwicklungsrhetorik geht die EU in Wirklichkeit auf Schmusekurs mit den größten europäischen Konzernen", sagte Christina Deckwirth, Referentin für Handelspolitik bei WEED und Autorin eines neuen WEED-Berichts.
GKKEBonn/Berlin (epo). - Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) hat der deutschen Bundesregierung in ihrem Rüstungsexportbericht 2005 "Stabilität auf hohem Niveau" bescheinigt und kritisiert, der Anspruch der rot-grünen Koalition auf Zurückhaltung bei den Rüstungsexporten sei nicht eingelöst worden.

no dirty goldKöln/Aachen/Sassenberg (epo). - Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember haben die Menschenrechtsorganisation FIAN, das katholische Hilfswerk MISEREOR und die Umweltorganisation Urgewald die deutsche Bundesregierung aufgefordert, ihre Unterstützung für Weltbank-Projekte an die Einhaltung von Menschenrechtsstandards zu binden. Aktuell bedrohten Goldprojekte in Guatemala und Ghana die Menschenrechte auf Nahrung, Wasser, Gesundheit und saubere Umwelt von mehr als 10.000 Menschen. Grundsätzlich solle sich die Regierung dafür einsetzen, dass die Weltbank keine neuen Kredite für Goldminen vergibt, so die NRO.

Tropenwald in Brasilien. Foto: epo-ArchivHongkong/Hamburg (epo). - Nach einer neuen Greenpeace-Studie fördert der von der Welthandelsorganisation (WTO) geplante erleichterte Marktzugang für Industriegüter die Zerstörung der Urwälder. Notwendige Urwaldschutzmaßnahmen wie Einfuhrverbote von Holz aus Urwaldzerstörung oder die Kennzeichnung von Öko-Holz widersprechen darüber hinaus den WTO-Regeln des Freihandels. Die Studie mit dem Titel "Trading away the ancient forests" ("Die Urwälder weg verhandeln") wurde heute in Hongkong veröffentlicht. Holz gehört zu den Industriegütern, über deren Handelsliberalisierung Vertreter aus 149 Ländern auf der 6. WTO-Ministerkonferenz vom 13.-18. Dezember in Hongkong verhandeln werden.

OxfamBerlin/Genf/Oxford (ots) - Die von den reichen Ländern versprochene Reform des Welthandels zugunsten der Entwicklungsländer wird nach Einschätzung der internationalen Hilfsorganisation Oxfam ausbleiben. Die Industriestaaten "fordern immer größere Zugeständnisse von armen Ländern, geben aber selbst sehr wenig dafür", erklärte Oxfam im Hinblick auf das 6. Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) in der kommenden Woche in Hongkong (13.-18. Dezember). Die Versprechen zur Reform des Welthandels, die die reichen Länder vor vier Jahren in Doha abgaben, würden in Hongkong "wohl gebrochen", warnte Oxfam International in einem neuen Bericht.

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok