Weltwirtschaft

Attac-Proteste in Genf. Foto: AttacGenf (epo). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac sieht es als "gutes Zeichen", dass die Verhandlungen des allgemeinen Rats der Welthandelsorganisation (WTO) ohne Ergebnis zu Ende gegangen sind. Damit sei eine weitere Verschärfung der WTO-Abkommen zunächst verhindert worden. "Die Strategie der EU, Scheinkompromisse ohne wirkliche Zugeständnisse anzubieten, geht offensichtlich nicht auf", sagte Alexis Passadakis, Handelsexperte der Attac-WTO-AG, in Genf. "Es ist gut, dass sich die Länder des Südens zur Wehr setzen."

Wieczorek-ZeulBerlin (epo). - Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat die Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation WTO aufgefordert, sich endlich auf ergebnisorientierte Verhandlungen zu konzentrieren. Vor allem die Industriestaaten müssten Zugeständnisse machen und damit zeigen, dass sie es mit der Bekämpfung der Armut ernst meinen, sagte die Ministerin in Berlin.

Kinderarbeit im Steinbruch Heidelberg (epo). - Eine Million Kinder müssen in Steinbrüchen und Bergwerken Lateinamerikas, Afrikas und Asiens arbeiten. Dies sei unerträglich, erklärte Klaus Heidel, Sprecher des Deutschen NRO-Forums Kinderarbeit aus Anlass des diesjährigen Welttages gegen Kinderarbeit am 12. Juni. Die Kinder seien unglaublichen Risiken ausgesetzt. Die Stollen in den meist kleinen Bergwerken seien kaum gesichert, Explosionen und Einstürze drohten täglich. Häufig würden Kinder verschüttet. Auch ohne Unfälle seien die Kinder unter Tage vielfältigen Gefährdungen ausgesetzt: mangelhafte Beleuchtung, Staub, Feuchtigkeit, extreme Temperaturen, der Lärm der Maschinen und nicht zuletzt lange Arbeitszeiten ruinierten ihre Gesundheit.

G8 GleneaglesGleneagles (epo). - In Gleneagles (Schottland) haben die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands ihre Beratungen auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsgipfel begonnen. Neben globalen Wirtschaftsfragen stehen Entwicklungshilfe und Klimawandel auf der Tagesordnung. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso kündigte zum Auftakt die Bereitstellung von jährlich einer Milliarde Euro zur Förderung der Handelstätigkeit der Entwicklungsländer an. Die Afrikanische Union (AU) erhofft sich von dem Gipfel vor allem Fortschritte bei der Öffnung der westlichen Agrarmärkte. Der Abbau der Agrarsubventionen und die Aufstockung der Entwicklungshilfe könnten für die armen Länder aber mit einem Pferdefuß verbunden sein.

RdRHamburg (epo). - Die WestLB will nach Informationen der Umweltorganisation "Rettet den Regenwald" (RdR, Hamburg) eine große Kupfermine in Peru mitfinanzieren, die bei der lokalen Bevölkerung auf erbitterten Widerstand stößt. Das britische Unternehmen Monterrico Metals plane, in der  Provinz Huancabamba nahe der ecuadorianischen Grenze ab 2007 jährlich 200.000 Tonnen Kupfer abzubauen. "Bei Protesten von rund 3000 Bauern gegen das Projekt ist die Polizei vergangenes Jahr brutal mit Tränengas und Schusswaffen vorgegangen", so der RdR-Vorsitzende Reinhard Behrend. "Es gab einen Toten, Schwerverletzte und Verhaftungen."

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