Gesundheit

oneBerlin. - US-Präsident Joe Biden Bundeskanzler empfängt am Montag Bundeskanzler Olaf Scholz in Washington. Neben der Ukraine-Krise geht es bei dem Treffen um die gemeinsame Bekämpfung der Corona-Pandemie. Vom Antrittsbesuch Scholz' erwartet die Entwicklungsorganisation ONE ein deutliches Signal für die Finanzierung von Anti-Corona-Maßnahmen im Rahmen des ACT-Accelerators. Insbesondere den ärmeren Ländern der Welt stehen noch immer viel zu wenige Impfstoffe zur Verfügung, um die Pandemie zu beenden.

planHamburg. - Ein kurzer Eingriff mit lebenslangen Folgen: Mehr als 200 Millionen Mädchen und Frauen auf dieser Welt sind an den Genitalien beschnitten. Der UN-Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar macht auf das Leiden der Betroffenen aufmerksam. Die Kinderrechtsorganisation Plan International, seit fast fünfzehn Jahren auch in Deutschland gegen weibliche Genitalverstümmelung aktiv, hat nun einen aktuellen Ratgeber erstellt, der sich speziell an betroffene und gefährdete Mädchen und Frauen in Deutschland richtet.

Berlin. - Basierend auf einem Beschluss der WHO-Weltgesundheitsversammlung wird am 30. Januar 2022 erstmalig offiziell der Welttag gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs / Neglected Tropical Diseases) begangen. Zu den NTDs zählen Erkrankungen wie das Dengue-Fieber und Lepra, aber auch Bilharziose, die Schlafkrankheit, Flussblindheit, Trachom und viele Wurmerkrankungen. Weltweit beteiligen sich mehr als 300 Organisationen am Welt-NTD-Tag.

oxfamBerlin. - Das Bekenntnis der Ampelkoalition zur Überwindung von Armut und Hunger verlangt nach wirksamen Maßnahmen für globale Impfgerechtigkeit. Darauf hat die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich der Wahl von Olaf Scholz (SPD) zum Bundeskanzler hingewiesen. Denn der ungleiche Zugang zu COVID-19-Impfstoffen verlängere die Pandemie, in deren Folge Armut und Hunger zu- statt abnehmen. Um globale Impfgerechtigkeit zu erreichen, müsste der Patentschutz ausgesetzt werden. Doch darauf wollte sich die Koalition noch nicht einigen.

misereorAachen. - 96 Prozent der sogenannten Niedrigeinkommensländer werden aller Voraussicht nach das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebene Ziel verfehlen, bis zum Ende dieses Jahres mindestens 40 Prozent ihrer Bevölkerungen gegen COVID-19 zu impfen. Darauf machen MISEREOR und das Missionsärztliche Institut (MI) aufmerksam. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die ärmsten Staaten der Welt haben UN-Angaben zufolge bislang nur 0,6 Prozent der weltweit ausgelieferten Impfstoffe erhalten.

venro 200Berlin. - Vor der Sondersitzung der Weltgesundheitsversammlung (WHA) und der 12. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) die Notwendigkeit einer stärkeren solidarischen Gesundheitspolitik unterstrichen. Deutschland sollte sich stark machen für einen gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen für alle Menschen, fordert der Dachverband.

oxfamBerlin. - Große Pharmakonzerne bedienen die finanzkräftigsten Kunden zuerst – ohne Rücksicht auf Pandemieverlauf und Weltgesundheit. Das kritisiert die People's Vaccine Alliance (PVA) im Vorfeld des Stata-Gipfels in Boston – eines wichtigen Branchentreffens der Pharmaindustrie. Pfizer, BioNTech und Moderna machten mit ihren Impfstoffen jede Sekunde etwa 1.000 US-Dollar Gewinn – fast 100 Millionen pro Tag. Gleichzeitig hätten die Unternehmen noch keine einzige der Impfstoff-Dosen geliefert, die sie der Afrikanischen Union (AU) verkauft haben. Oxfam und die anderen Organisationen der PVA fordern die Aussetzung des Patentschutzes für COVID-19-Impfstoffe, -Tests und -Behandlungen.

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