Entwicklung

Kinder in ?thiopienBerlin/Genf (epo). - Jedes Jahr gleiten 100 Millionen Menschen in die Armut ab, weil sie medizinische Leistungen bezahlen müssen. Weitere 150 Millionen sehen sich gezwungen, nahezu die Hälfte ihres Einkommens für die Gesundheit aufzuwenden. Eine Konferenz zu den sozialen Sicherungssystemen in Entwicklungsländern, die derzeit in Berlin tagt, zeigt auf, dass die Gesundheitsversorgung von Menschen in vielen Ländern nicht durch eine erschwingliche Krankenversicherung oder durch staatlich finanzierte Gesundheitsdienste gesichert ist.

UNBonn. (epo). - Ob bei Naturkatastrophen oder "stilleren" Krisen wie der weltweiten Armut: Freiwillige bringen nach den Worten von UN-Generalsekretär Kofi Annan die Dinge weltweit voran und unterstützen die internationale Gemeinschaft beim Erreichen der Millenniums-Entwicklungsziele. Annan würdigte die Arbeit unter anderem der UN-Freiwilligen-Organisation UNV mit Sitz in Bonn am Internationalen Freiwilligentag, dem 5. Dezember.

agddBonn (epo). - Anlässlich des "Tag des Entwicklungshelfers" am 5. Dezember hat die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD), der Zusammenschluss der sechs anerkannten Entwicklungsdienste, eine positive Bilanz hinsichtlich der Personaleinsätze der Mitgliedsorganisationen gezogen. Die Entsendung von Entwicklungshelfern und Entwicklungshelferinnen sei eine bedeutende Komponente der bundesdeutschen Entwicklungszusammenarbeit, da durch die Vermittlung von Fachkräften für den Entwicklungsdienst und für den Zivilen Friedensdienst, durch die Kooperation und den Austausch von Fachkräften aus Nord und Süd ein Mehr-Wert geschaffen werde, der sich allein mit finanziellen Transfers oder technischer Hilfe nicht erreichen lasse.

Entwicklung hilftBonn (epo). - Die fünf deutschen Hilfswerke, die im Bündnis "Gemeinsam für Menschen in Not - Entwicklung hilft!" zusammengeschlossen sind, haben insgesamt rund 74,45 Mio. Euro an Spenden und öffentlichen Zuschüssen für die Tsunami-Flutopferhilfe eingesetzt. Die Mittel wurden für Soforthilfemaßnahmen ausgegeben oder für Wiederaufbauprojekte bereitgestellt, die den größten Anteil der vertraglich gebundenen Projektzusagen ausmachen.

UNHCRBerlin (epo). - Gottfried Köfner ist neuer Leiter der Berliner Vertretung des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR). Der 52-jährige Österreicher war zuletzt UNHCR-Vertreter in Wien. Der promovierte Historiker begann seine internationale Karriere vor 23 Jahren im Bonner UNHCR-Büro. 1986 übernahm er die Leitung des UNHCR-Büros beim damaligen Asyl-Bundesamt in Zirndorf bei Nürnberg. Zwei Jahre später wechselte er in das Europa-Büro der Genfer UNHCR-Zentrale.

AidsBamako (epo). - HIV/Aids ist kein Tabu-Thema mehr in Mali. Dass dem so ist, ist auch dem aktiven Einsatz der religiösen Führer zu verdanken. Muslime wie Christen engagieren sich verstärkt für eine Sensibilisierung hinsichtlich dieser Gefahr. Und Mali ist kein Einzelfall. Gerade der Einfluß traditioneller muslimischer Autoritäten findet aktuell mehr Berücksichtigung unter entwicklungspolitischen Akteuren. Oft ermutigt und finanziert von internationalen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, wirken die Religiösen auf ihre Gläubigen ein, sei es zur Friedenserhaltung oder zur Eindämmung der Immunschwäche-Krankheit Aids.

Wieczorek-ZeulBerlin (epo). - Deutschland will seine Entwicklungspolitik weiter ausbauen, um seiner gewachsenen internationalen Rolle und Verantwortung gerecht zu werden. Das hat Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in ihrer ersten Rede der 16. Legislaturperiode vor dem Deutschen Bundestag angekündigt. Wieczorek-Zeul legte zugleich die Schwerpunkte der Entwicklungspolitik für die neue Legislaturperiode dar. Als zentrale Aufgabe der kommenden Jahre nannte die Ministerin die Umsetzung des europäischen Aktionsplanes zur Entwicklungspolitik.

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