Wirtschaft

fianlogo klKöln. - Während mächtige Großkonzerne auf dem jüngsten Weltwirtschaftsforum über "Tech for Good" diskutierten, zeigt die neue FIAN-Studie "Disruption or Déjà Vu? Digitalization, Land and Human Rights", dass digitale Technologien Ungleichheiten im Landsektor erhöhen und zu Instrumenten des Landraubs missbraucht werden können. Für die Studie wurden Projekte und Entwicklungen in Brasilien, Indonesien, Georgien, Indien und Ruanda untersucht. Diese zeigen auf, wie die Digitalisierung zur Verschärfung existierender Formen von Ausgrenzung beiträgt.

transfair 100Köln. - Schokolade ist ein Trostbringer in Corona-Zeiten. Das gilt auch für den Fairen Handel: Nach ersten Hochrechnungen stiegen 2020 die Absätze von fairem Kakao in der Bundesrepublik um 12 Prozent auf rund 89.000 Tonnen. Damit sind gut 18 Prozent des in Deutschland eingesetzten Kakaos Fairtrade-zertifiziert.

erlassjahr 100Berlin. - 132 von 148 untersuchten Ländern sind kritisch verschuldet. Zu diesem Ergebnis kommt der Schuldenreport 2021, der am Dienstag vom Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und MISEREOR, dem Werk für Entwicklungszusammenarbeit, vorgestellt wurde. Grund für die Verschärfung der Schuldenkrise ist die durch die Corona-Pandemie ausgelöste globale Rezession, die in vielen Ländern zu einem dramatischen Wirtschaftseinbruch geführt hat.

Berlin. - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die große Koalition aufgefordert, sich so schnell wie möglich auf ein Lieferkettengesetz zu verständigen. 2021 solle das Jahr menschenwürdiger Arbeitsbedingungen werden, erklärte die Gewerkschaft. Deutsche Unternehmen dürften nicht an Kinderarbeit oder Hungerlöhnen verdienen.

germanwatch 150Berlin. - Ein europäisches Lieferkettengesetz soll kommen. Das haben erstmals alle EU-Mitgliedsstaaten in gemeinsamen Schlussfolgerungen des EU-Rats gefordert. Germanwatch und MISEREOR begrüßten dies und forderten von der Bundesregierung, endlich auch ambitionierte Eckpunkte für ein nationales Lieferkettengesetz zu verabschieden. Die Organisationen appellierten an die Bundesregierung, sich an ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zu einem Lieferkettengesetz zu halten.

inkotaBerlin. - Nach zwei Jahrzehnten fehlgeschlagener Bemühungen gehören Armut und Kinderarbeit noch immer zum Alltag von Kakaobauernfamilien. Das geht aus dem Kakao-Barometer 2020 hervor, zu dessen Herausgebern die entwicklungspolitischen Organisationen INKOTA-netzwerk und SÜDWIND-Institut gehören. Sie fordern die Regierungen dazu auf, ihre Versprechen zur Beendigung der Entwaldung, von Armut und Menschenrechtsverletzungen im Kakaosektor einzuhalten. Dafür seien die Beteiligung von Bauern und Bäuerinnen an Entscheidungsprozessen und die Zahlung existenzsichernder Preise im Kakaosektor nötig.

suedwind 100Bonn. - In den Preisverhandlungen für das kommende Jahr hat ALDI (Europa) angekündigt, den Vertragspreis pro Bananenkiste von 12,41 Euro auf 11,33 Euro zu senken. Damit hat ALDI Proteste der Bananenexporteure Lateinamerikas hervorgerufen. Auch lateinamerikanische Gewerkschaften und die Dachorganisation COLSIBA, Partnerorganisation von SÜDWIND, sowie Nichtregierungsorganisationen machen gegen den Preiskrieg mobil.

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