Demokratisierung

amnesty internationalBerlin (epo). - Ein Jahr nach dem Sturz des haitianischen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide droht das ärmste Land Amerikas in Chaos und Anarchie zu versinken. Polizei und illegale bewaffnete Gruppen töteten auf offener Straße, klagt die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai). Menschen würden willkürlich verhaftet, Gefangene misshandelt. Weite Teile des Landes würden von ehemaligen Armeeangehörigen und Anhängern Aristides kontrolliert. Krankenhäuser und Schulen seien geschlossen. "Elend und Hunger haben endemische Ausmaße angenommen", so ai.

attacMainz (epo). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat eine positive Bilanz der Proteste gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush in Mainz gezogen. Rund 15.000 Menschen hätten sich trotz Schneetreibens und Verkehrsbehinderungen an der bundesweiten Demonstration des Bündnisses "Not Welcome, Mr. Bush" beteiligt.

UNICEFKöln (epo). - Anlässlich der heutigen Debatte des UN-Sicherheitsrates über die Lage von Kindern in Kriegsgebieten hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) wirksame Maßnahmen gegen Militärs und Milizenchefs gefordert, die Kinder als Soldaten missbrauchen. UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte Anfang Februar eine Liste von 42 Konfliktparteien in elf Ländern vorgelegt, die Kinder im Krieg einsetzen. 21 von ihnen tauchen zum dritten mal in Folge in dieser "schwarzen Liste" auf, darunter Rebellengruppen oder Regierungsarmeen in der Demokratischen Republik Kongo, in Burma, Burundi, Nepal, den Philippinen, Somalia, Sri Lanka, Sudan und Uganda.

GreenpeaceMainz (epo). - Gegen die Atomwaffenpolitik von US-Präsident George W. Bush haben Greenpeace-Aktivisten anlässlich seines Besuchs in Mainz protestiert. Zwei Schlauchbootfahrer fuhren bis unter die Theodor-Heuss-Brücke und entrollten dort ein Banner mit der Aufschrift: "No nuclear weapons in the USA and elsewhere - No more wars, Mr. Bush!". Zur gleichen Zeit fuhr die Stretch-Limousine mit den US-amerikanischen Flaggen an der Motorhaube über die Brücke Richtung Mainzer Schloss. Am Hauptbahnhof entrollten Kletterer in großer Höhe ein vier mal zehn Meter großes Banner mit der gleichen Botschaft.

Deutsche WerlthungerhilfeBonn (epo). - Zwei Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe in Südasien sind zahlreiche Wiederaufbaumaßen der Deutschen Welthungerhilfe in Südasien angelaufen. Für Projekte in Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand wurden bisher 14,5 Millionen Euro bereitgestellt. Bis heute gingen bei der Hilfsorganisation 24,8 Millionen Euro Spenden für die Flutopfer ein.
Berlin (epo). - In Deutschland lebende Togolesen wollen in Berlin gegen die vom Militär unterstützte Machtübernahme Faure Gnassingbes protestieren. Sie rufen zu einer Demonstration am 5. März am Brandenburger Tor auf und fordern den sofortigen Rücktritt Gnassingbes.
Reporter ohne GrenzenBerlin/Paris (epo). - In Togo dürfen sieben Radio- und Fernsehstationen wieder senden, nachdem sie über eine Woche geschlossen waren. Reporter ohne Grenzen begrüßt, dass Radio Fr?quence 1, Radio Carr? Jeune, Radio Djabal'nour, Radio Lumi?re und Radio Zion sowie die privaten Fernsehsender TV 7 und Zion wieder auf Sendung sind. Die Menschenrechtsorganisation fordert die togolesischen Behörden jedoch auf, auch die drei noch gesperrten Nachrichtenmedien wieder zuzulassen.
Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.