Demokratisierung

hoffnungszeichenKonstanz. - Der Südsudan feiert am 9. Juli seine siebenjährige Unabhängigkeit vom Sudan. Als Beobachter der Vereinten Nationen hält die Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen fest: "Eine drohende Hungersnot, anhaltende Kämpfe und eine durch die Ölindustrie verursachte Umweltkatastrophe haben den Südsudan an den Rand des Staatsversagens gebracht."

whh 150Bonn. - Am 9. Juli wird der Südsudan, das jüngste Land der Welt, sieben Jahre alt. Die Bilanz seit der Staatsgründung sei katastrophal, erklärte die Welthungerhilfe am Freitag in Bonn: 90 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Rund 2,5 Millionen Menschen sind seit Ausbruch des Bürgerkrieges 2013 in die Nachbarländer geflohen. Mehr als 1,7 Millionen Südsudanesen sind im eigenen Land auf der Flucht. Ohne humanitäre Hilfe werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen in diesem Jahr 7,1 Millionen Menschen Hunger leiden.

amerika 21Washington. - Erstmals haben US-amerikanische Quellen bestätigt, dass US-Präsident Donald Trump im August vergangenen Jahres mehrfach in den USA und gegenüber lateinamerikanischen Regierungen eine Militärintervention in Venezuela vorgeschlagen hat. Enge Mitarbeiter hätten den Präsidenten jedoch vor einem Scheitern gewarnt, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Freitag.

oxfamBerlin. - Die Lebensbedingungen für etwa eine halbe Million Menschen in Jemens umkämpfter Hafenstadt Al-Hodeida verschlechtern sich rasant. Darauf hat die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Donnerstag hingewiesen. Oxfam berichtet von Mangel an Nahrungsmitteln und schwer beschädigten Wasser- und Abwassersystemen, die das Risiko eines erneuten Cholera-Ausbruchs erhöhen. Die Hilfsorganisation fordert einen sofortigen Waffenstillstand.

amerika 21Santiago. - Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten hat der Oberste Gerichtshof in Chile ein Urteil im sogenannten Fall Riggs gesprochen, in dem es um Veruntreuung von Staatsgeldern durch Ex-Diktator Augusto Pinochet geht. 14 Jahre nach Beginn der Ermittlungen entschieden die Richter, dass das beschlagnahmte Vermögen an den Fiskus übertragen wird. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 jetzt berichtet.

ai orgBerlin. - Myanmars Militär hat seit Ende August 2017 mehr als 702.000 Rohingya aus Rakhine zur Flucht nach Bangladesch gezwungen, die vor den Angriffen im nördlichen Rakhine lebten. Der neue Amnesty-Bericht "We Will Destroy Everything: Military Responsibility for Crimes against Humanity in Rakhine State, Myanmar" dokumentiert das Vorgehen der Militäreinheiten in Rakhine. Der Berichte zeige, "dass die Verantwortung für die Menschenrechtsverletzungen bis in die obersten Befehlsstrukturen reicht", erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch in Berlin.

brot fdwBerlin. - Am 1. Juli wählt Mexiko einen neuen Präsidenten. Parallel dazu finden Wahlen zum Bundesparlament sowie Bürgermeister- und Gouverneurswahlen statt. Überschattet wird das Superwahljahr von ausufernder Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und gegen Wahlkandidaten – 116 Bewerber um öffentliche Ämter sind seit Beginn des Wahlkampfes getötet worden. Doch mehr als 90 Prozent aller Straftaten bleiben ungesühnt, kritisiert Brot für die Welt. Das evangelische Hilfswerk fordert ein Ende der Straflosigkeit.

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