Humanitäre Hilfe

Bonn (epo). - Drei Monate nach dem Tsunami hat die Deutsche Welthungerhilfe ihre akuten Nothilfemaßnahmen für die Flutopfer in Südasien größtenteils beendet und mit Wiederaufbaumaßnahmen begonnen. Diese langfristig orientierten Projekte seien bisher fast ausschließlich durch private Spenden finanziert worden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hingegen sehe sich - trotz der Bereitstellung von Sondermitteln der Bundesregierung von rund 100 Mio. Euro für 2005 - bisher nicht in der Lage, Aussagen über eine mögliche Unterstützung von Projekten von Nichtregierungsorganisationen zugunsten von Tsunami-Opfern zu treffen, teilte die Welthungerhilfe in Bonn mit. 

GTZEschborn/Köln (epo). - Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Malteser Hilfsdienst e.V. haben heute in Frankfurt vertraglich vereinbart, in Sri Lanka beim Wiederaufbau von fünf Fischerdörfern im Süden des Landes zusammenzuarbeiten, sowie 200 Fischerboote mit Außenbordmotoren und Netzen im Nordosten bereitzustellen. "Die GTZ genießt in Sri Lanka einen ausgezeichneten Ruf. Sie verfügt über hervorragende Kontakte und Strukturen, die eine schnelle und nachhaltige Hilfe vor Ort möglich machen", sagte Ingo Radtke, Leiter des Malteser Auslandsdienstes. "Wir möchten diese Kontakte und Strukturen nutzen, um den Menschen in Tangalle und in Mullaitivu schnell wieder auf die Beine zu helfen."

Bonn (epo). - Eine neue Dokumentation des Informationszentrums Sozialwissenschaften (Bonn) gibt einen Überblick über die sozialwissenschaftliche Katastrophenforschung der letzten fünf Jahre. Sie ist kostenlos im Internet zugänglich.

New York (UN/epo). - The United Nations World Conference on Disaster Reduction - a long-planned event which gained added importance in the wake of the recent Indian Ocean tsunami - has concluded in Kobe, Japan, with countries pledging to reduce the risks facing millions of people who are exposed to natural calamities.

Bonn (epo). - Auf große Resonanz in der deutschen Bevölkerung ist der Aufruf der Deutschen Welthungerhilfe gestoßen, unter dem Motto "Reis statt Böller" für die Seebebenopfer in Südostasien zu spenden. "Allein gestern haben uns 24.000 Menschen über 1,6 Millionen Euro gespendet, diese Welle der Hilfsbereitschaft ist überwältigend", erklärte Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Welthungerhilfe, am Freitag in Bonn. Noch nie sei die Unterstützung für die Opfer so groß gewesen wie angesichts dieser dramatischen Naturkatastrophe.

New York (epo). - Bis zu fünf Millionen Menschen in den von der Flutwelle betroffenen Ländern Süd- und Südostasien benötigen dringend sauberes Wasser, Nahrung, Obdach und medizinische Versorgung. Diese Zahl nannte die Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag am Rande eines Treffens hochrangiger UN-Experten zur Koordinierung des vermutlich größten Nothilfeprogramms, das die Vereinten Nationen je auf den Weg gebracht haben. UNO-Generalsekretär Kofi Annan sagte, Milliarden US-Dollar seien für die Nothilfe und den Wiederaufbau nötig.

Berlin (epo). - Mehr als 150.000 Menschen sind den Flutwellen (Tsunamis) in Süd- und Südostasien zum Opfer gefallen. Die indonesische Regierung teilte mit, rund 100.000 Menschen seien infolge des Seebebens und der Flutwelle am 26. Dezember allein in Indonesien gestorben. Besonders dramatisch ist die Lage nach wie vor in der Bürgerkriegsprovinz Aceh im Norden Sumatras, wo jegliche Infrastruktur für eine schnelle Hilfe fehlt.

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