Landwirtschaft

MonsantoHamburg (epo). - Der US-amerikanische Saatgut- und Gentechnik-Konzern Monsanto will nach Recherchen von Greenpeace ein weltweites Monopol auf die Schweinezucht. Monsanto habe weltweit Patente auf Schweinezucht angemeldet, die zum Teil übliche Verfahren zur Züchtung, aber auch die Schweine selbst umfassen, teilte Greenpeace am Dienstag in Hamburg mit. Die Umweltorganisation will eine Protestkampagne gegen Monsanto starten. Der Konzern missbrauche das Patentrecht, um weltweit alle Stufen der Nahrungsmittelerzeugung zu beherrschen, erklärte Greenpeace.

CBMBensheim (epo). - Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat Medienberichten widersprochen, denen zufolge mit einer Vorstufe von Vitamin A gentechnisch angereicherter Reis ("Golden Rice") zur Verhütung von Kinderblindheit beitragen könne. Die bisherigen Ergebnisse liessen noch zu viele Fragen offen, erklärte der Direktor der Christoffel-Blindenmission, Martin Georgi. Die durch die Berichte verbreitete Euphorie könne man bei der CBM, der weltweit größten Fachorganisation auf dem Gebiet der Blindheitsheilung und -verhütung, nicht nachvollziehen.

EEDBonn (epo). - Die Pläne der EU-Kommission zur Reform des Zuckermarktes verheißen nach Ansicht des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) nichts Gutes für die Entwicklungsländer. "Für AKP-Länder wie z.B. Fidji oder Jamaika verschlechtert sich die Lage erheblich", warnte EED-Agrarexperte Rudolf Buntzel. "Stützen sie sich bisher noch auf die Lieferrechte aus Kolonialzeiten, sollen jetzt ihre Preise genauso gekürzt werden wie die der einheimischen Rübenbauern - Ausgleichszahlungen erhalten sie keine."

WFPGleneagles (epo). - Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (World Food Programme, WFP) hat die in Gleneagles versammelten Staats- und Regierungschefs der acht reichsten Industrienationen (G8) daran erinnert, dass Hunger weltweit die häufigste unnatürliche Todesursache ist und mehr Menschen als AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen genommen tötet. Zwar gebe es bescheidene Fortschritte, so das WFP, aber die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt wachse immer weiter. So wie die Dinge heute stünden, werde das UN Millenniums-Entwicklungsziel, die Zahl der Hungernden bis 2015 zu halbieren, nicht erreicht werden können.

BUKO BiopiraterieWolfenbüttel/München (epo). - Die Amazonas-Frucht Cupuacu wird nicht patentiert und darf wieder beim Namen genannt werden. Das Europäische Markenamt habe die Marken-Eintragung des Namens "Cupuacu" gelöscht und das Europäische Patentamt die Patentanmeldung auf die Verarbeitung der Fruchtkerne der Cupuacu zu schokoladeähnlicher Cupulate für hinfällig erklärt, teilte die "BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie" am Freitag mit. Die Aktionen der BUKO-Kampagne und ihrer Kooperationspartner, darunter "amazonlink" (Brasilien) seien damit endlich von Erfolg gekrönt.

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