Globalisierung

BAYERKöln (epo). - Das Eine Welt Netz NRW hat auf der heutigen Jahreshauptversammlung des Chemiekonzerns BAYER gegen Kinderarbeit bei Zuliefer-Firmen in Indien protestiert. Die Vorwürfe richteten sich dagegen, dass auch in der letzten Erntesaison indische Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren auf Baumwoll-Farmen hätten arbeiten müssen, die für die BAYER-Tochter ProAgro Saatgut produzieren, teilte das Netzwerk mit.

IWF WBBonn (epo). - Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) sieht den Einfluss des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank auf die Lösung globaler Probleme immer mehr schwinden. Der neue Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz konzentriere sich auf die öffentlichkeitswirksame Bekämpfung der Korruption, und auch der IWF verliere zunehmend an Bedeutung bei der finanztechnischen Bewältigung der Globalisierung, erklärte der EED-Finanzexperte Peter Lanzet am Mittwoch in Bonn. "Wenn sich die Gouverneure der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds am 22. und 23. April 2006 in Washington zu ihrem Frühjahrstreffen zusammenfinden, werden sie sich fragen müssen, welche Bedeutung ihnen überhaupt noch für die Lösung globaler Probleme zukommt."

GTZEschborn (epo). - Unternehmen sehen in nachhaltigem Wirtschaften einen strategischen Erfolgsfaktor, der sich positiv auf Image und Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. In Entwicklungs- und Schwellenländern sind Firmen, die an einem Standort investieren wollen, deshalb an einem stabilen Umfeld interessiert, Aspekte der Nachhaltigkeit wie ökonomische, ökologische und soziale Fragen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Kooperation mit Alois Flatz, dem Mitbegründer des Dow Jones Sustainability Index, erstellt hat.

CCCZürich/Berlin (epo). - Ein Jahr nach dem Einsturz der Textilfabrik Spektrum in Savar (Bangladesch) hat die Clean Clothes Campaign (CCC) im Rahmen eines Internationalen Aktionstag mehr Sicherheit in der Bekleidungsindustrie gefordert. Beim Einsturz der Textilfabrik waren am 11. April 2005 64 Beschäftigte getötet worden, 70 wurden verletzt und Hunderte von Arbeitslosen suchen seither eine Arbeit.

Hoodia Produkte. Quelle: EVBBonn (epo). - Die San, indigene Bewohner des südlichen Afrika, haben einen Verkaufsstop von Diätprodukten auf Basis der Hoodia-Pflanze gefordert. Die Pflanze hilft den San in Südafrika, Namibia, Botswana und Angola seit jeher Hunger und Durst zu bewältigen. In Deutschland und der Schweiz werden Hoodia-Produkte jetzt erfolgreich als Diätmittel vermarktet. Doch obwohl ihr traditionelles Wissen genutzt wird, profitieren die San nicht vom Erfolg der Produkte.

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