Klimakrisentagebuch

brot fdwBerlin. - Wenige Wochen vor der COP28 in Dubai stellt Brot für die Welt am Mittwoch (15. November) ihren neuen Klima-Anpassungsindex vor. Dieser geht erstmals der Frage nach, ob die international bereit gestellte Klima-Anpassungsfinanzierung dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Ein jährlich erscheinender Bericht des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) informiere zwar über die Schutzlücke bei der Klimaanpassung. Der neue Anpassungsindex von Brot für die Welt messe jedoch, wie gerecht die internationale Anpassungsfinanzierung im Hinblick auf die Klimarisiken der Länder des Globalen Südens verteilt ist.

bmzBonn. - Bei der von Deutschland ausgerichteten Finanzierungskonferenz für den Grünen Klimafonds in Bonn (05.10.2023) wurden insgesamt 9,322 Milliarden US-Dollar zugesagt. Mit dem Geld sollen von 2024 bis 2027 Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern finanziert und besonders vom Klimawandel betroffene Länder dabei unterstützt werden, besser mit den Folgen der globalen Erwärmung umzugehen. Die Bundesregierung sagte auf der Konferenz zwei Milliarden Euro zu, berichten das BMZ und das Auswärtige Amt.

EUREF CampUS

"The Great Transition as a Challenge and Chance in Times of Crisis" lautete das Thema einer Alumni-Konferenz am 3./4.November auf dem EUREF-Campus in Berlin. Erklärtes Ziel der Konferenz war es, die Sektoren Forschung, Bildung und Wirtschaft miteinander zu vernetzen. => weitere Infos auf der EUREF-Website...

Wenige Monate vor der nächsten Weltklimakonferenz COP28 in Dubai (30. November bis 12. Dezember 2023) hält die Internationale Energieagentur das "1,5-Grad-Ziel noch für erreichbar" meldet Zeit Online. Der Energiesektor verändere sich schneller, als die Menschen glauben. Entscheidend sei jedoch, welcher Weg nun eingeschlagen wird: Werden Investitionen in fossile Brennstoffe weiterhin forciert oder schafft die Politik eine massive Kraftanstrengung im Ausbau der Erneuerbaren Energien?

Weil ein Klimaforscher sich weigert nach seinem Forschungsaufenthalt in Papua-Neuguinea aus Klimaschutzgründen zu fliegen, wird er womöglich gekündigt, meldet die taz. In Papua-Neuguinea würden weiße Menschen zum Teil als giaman, d. h. Betrüger bezeichnet. Den Menschen vor Ort, die unmittelbar unter den Klimafolgen leiden, habe er versprochen, so klimafreundlich wie möglich zu reisen. Sein Gewissen kostet ihn wahrscheinlich seinen Job.

Erst vor wenigen Tagen bebte die Erde in Marokko und forderte unzählige Todesopfer. Internationale Hilfskräfte stehen bereit, aber diese Hilfe wird nur eingeschränkt akzeptiert. Lediglich Spanien, Großbritannien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate "dürfen" helfen. Begründet wird es damit, dass ein Mangel an Koordinierung der Hilfsangebote, die Rettungsdienste vor Ort behindern könnte, so die Behörden. Das Volk denkt anders darüber, wie der Tagesspiegel berichtet. Vor allem vermutet Isabelle Werenfels von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin politisch-strategische Gründe dahinter.

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