Lateinamerika

caritas 150Freiburg. - Zwei Jahre nach Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen kolumbianischer Regierung und der FARC-Guerilla nimmt die Gewalt in vielen Regionen Kolumbiens zu. Darauf hat Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, hingewiesen. Insbesondere in ländlichen Regionen, wo der Großteil der Caritas-Hilfe geleistet wird, lebe die Zivilbevölkerung aufgrund der Kämpfe zwischen rivalisierenden bewaffneten Gruppen in fortwährender Angst um ihr Leben. Die Zahl der Binnenflüchtlinge stieg deshalb laut Vereinten Nationen in diesem Jahr um 40 Prozent.

amerika 21Brasília. - Das Oberste Wahlgericht Brasiliens hat festgestellt, dass der ultrarechte designierte Präsident Jair Bolsonaro möglicherweise über eine Million US-Dollar aus illegalen Spendensammlungen erhalten hat. Ein Teil dieser Gelder stamme zudem aus anonymen Quellen, heißt es in Medienberichten. Die Behörde moniere zudem die mangelnde Transparenz der Rechnungslegung seiner Wahlkampagne, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Mittwoch.

uno fluechtlingshilfeBonn. - Der Exodus aus Venezuela geht unvermindert weiter. Nach Meldungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hat die Gesamtzahl der Geflüchteten inzwischen die Drei-Millionen-Grenze erreicht. Davon fanden 2,4 Millionen Venezolaner in südamerikanischen und karibischen Ländern Zuflucht, während rund 600.000 Menschen in anderen Regionen aufgenommen wurden. Damit hat sich die Zahl der Flüchtlinge seit Juli nahezu verdoppelt - es ist damit die größte Fluchtbewegung in der modernen Geschichte Lateinamerikas.

amerika 21Asunción. - Während Präsident Mario Abdo Benítez in Europa unterwegs gewesen ist, haben sich die Konflikte in Paraguay weiter zugespitzt. Beamte und Angestellte der Generalstaatsanwaltschaft sind in einen Streik getreten, den sie bis zu einem Monat lang aufrechterhalten wollen, sollte der Präsident ihren Forderungen nach Erhöhung des Haushalts und der Gehälter nicht nachkommen, berichtete das das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag.

germanwatch Berlin. - Durch die Wahl des sich in die Tradition der Militärdiktatur stellenden Jair Bolsonaro zum Präsidenten Brasiliens steht nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch die Menschenrechts- und Klimapolitik des größten Landes Südamerikas auf dem Prüfstand. Bolsonaro hatte im Wahlkampf unter anderem angekündigt, in viel größerem Ausmaß den Amazonas-Regenwald für die Nutzung durch Unternehmen und Landwirtschaft freizugeben.

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