Weltpolitik

BlockfreieFrankfurt a.M. (epo.de). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Industrieländer aufgefordert, bei ihrem nächsten G8-Gipfel im Juni 2007 in Heiligendamm die Ergebnisse des Treffens der Blockfreien ernst zu nehmen. Die Delegierten der 118 Mitgliedstaaten hatten am Sonntag zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in Havanna (Kuba) eine Reform der Vereinten  Nationen und mehr Einfluss armer Länder im UN-Sicherheitsrat verlangt.
UN-Blauhelme im EinsatzBerlin (epo.de). - Der CDU-Haushaltspolitiker Ole Schröder hat vorgeschlagen, humanitäre Einsätze der Bundeswehr künftig aus dem Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu finanzieren. "Missionen wie zum Beispiel in Nordafghanistan und im Kongo sind eindeutig Entwicklungshilfe", zitierte die "Bild"-Zeitung den Politiker. Entwicklungspolitiker der Grünen und das katholische Hilfswerk MISEREOR nannten den Vorschlag "absurd".
DSW

Hannover (epo.de). - Die Weltbevölkerung wächst weiterhin rasant - sie nimmt jährlich um rund 80 Millionen Menschen zu. Derzeit leben nach dem aktuellen Datenreport "Weltbevölkerung 2006" der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) etwa 6,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Schon in sechs Jahren werde die Weltbevölkerung voraussichtlich die Sieben-Milliarden-Marke erreicht haben, heißt es in dem Bericht, der am Mittwoch in Hannover veröffentlicht wurde. 98 Prozent des Bevölkerungswachstums finden in den Entwicklungsländern statt.

montenegroBerlin (epo). - Das deutsche Kabinett hat der völkerrechtlichen Anerkennung der Republik Montenegro sowie der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zugestimmt. Die förmliche Anerkennung sowie die Erklärung der Bereitschaft zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen sollen durch ein Schreiben des Bundespräsidenten erfolgen, teilte das Bundespresseamt am Mittwoch in Berlin mit. Die Bevölkerung Montenegros hatte sich in einem Referendum für die Unabhängigkeit von Serbien entschieden. Die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten führen zukünftig Beziehungen mit Montenegro als souveränem, unabhängigem Staat.

SIPRIStockholm (epo). - Die weltweiten Militärausgaben haben 2005 ein Niveau von 1,12 Billionen US-Dollar erreicht und sind in den letzten zehn Jahren um mehr als ein Drittel angestiegen. Im selben Zeitraum ist der Waffenhandel durch die 100 führenden Rüstungskonzerne um 15 Prozent gestiegen. Diese Zahlen nennt das heute veröffentlichte SIPRI Jahrbuch 2006 des Stockholmer Friedensforschungsinstituts. Die einzige verbliebene Supermacht USA war 2005 für 48 Prozent aller Militärausgaben weltweit verantwortlich.

Putrajava/Berlin (epo). - Die in der Gruppe der 77 (G77) zusammengeschlossenen Entwicklungsländer haben das Macht-Ungleichgewicht in den Entscheidungsprozessen internationaler Handels- und Finanzinstitutionen kritisiert. Dies schwäche den Kampf gegen Armut und Unterentwicklung, erklärte die G77 bei einem Treffen der Blockfreienbewegung am Montag in Putrajava/Malaysia. Kosten und Nutzen der Globalisierung seien ungerecht verteilt, sagte der stellvertretende südafrikanische Außenminister Aziz Pahad als Sprecher der G77.

Bonn (epo). - Trotz einzelner Erfolge ist die internationale Gemeinschaft "zu wenig in der Lage, bewaffnete Auseinandersetzungen zu beenden und friedliche Nachkriegsgesellschaften aufzubauen". Zu diesem Ergebnis kommt das Internationale Konversionszentrum Bonn (Bonn International Center for Conversion (BICC) in seinem aktuellen Jahresbericht 2005/2006, der jetzt in Bonn veröffentlicht worden ist. Es fehle an nachhaltigen Konzepten und Mitteln zur Friedenskonsolidierung sowie zur Vorbeugung von Konflikten.

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