Rohstoffe

Verschiffung von Seefracht

Berlin (epo.de). - Die Bundesregierung will "die Frage von Handelsverzerrungen bei Rohstoffen" in bilateralen Gesprächen thematisieren und die EU-Kommission dabei unterstützen, "in Verhandlungen mit Handelspartnern und Regionen wettbewerbsverzerrenden Maßnahmen bei Rohstoffen entgegen zu wirken". Dabei solle die besondere Situation armer Entwicklungsländer berücksichtigt werden, teilte das Bundespresseamt am Montag nach einer gemeinsamen Sitzung des Staatssekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung mit Vertretern des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) mit. Dahinter steht nach Recherchen von epo.de die Absicht der EU-Kommission, den Nachschub von billigen Rohstoffen zu sichern und zu diesem Zweck notfalls auch diplomatischen Druck auf rohstoffreiche Entwicklungsländer auszuüben.

EU LogoBrüssel/Berlin (epo.de). - Die EU-Kommission will die Versorgung mit Rohstoffen künftig in Handelsabkommen verankern und in der Entwicklungspolitik berücksichtigen. Staaten, die "den ungehinderten Zugang zu ihren Rohstoffen verwehren", sollen nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) bei der Welthandelsorganisation (WTO) verklagt werden. Für wichtige Rohstoff-Lieferländer schlage die Kommission eine "Rohstoff-Diplomatie" vor.
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Berlin (epo.de). - Vom Abbau des Kupfers in einer Mine in der Demokratischen Republik Kongo profitiert vor allem der amerikanische Bergbaukonzern Freeport McMoran und nicht der kongolesische Staat. Außerdem entsprechen die Arbeitsbedingungen der Bergbauern nicht den internationalen Standards. Dies hat ein neuer Bericht über die Tenke Fungurume Kupfer-Kobalt-Mine herausgestellt, der von der Nichtregierungs-Koalition Counter Balance und der kongolesischen Menschenrechtsorganisation ACIDH (Action Contre l'Impunité pour les Droits Humain) präsentiert wurde. "Rohstoffförderung bedeutet auch hier nicht Entwicklung", stellten die Autoren des Berichtes am Donnerstag in Berlin fest.
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