Rohstoffe

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Berlin. - Zum Internationalen Tag der Menschenrechte hat urgewald die deutsche Version der Multimedia-Slideshow "Walking The Line" veröffentlicht. Sie zeigt die Folgen der Mega-Pipeline "Southern Gas Corridor", die Europa mit Gas aus Aserbaidschan versorgen soll und derzeit gebaut wird. Als Hauptargument für die 3.500 Kilometer lange Pipeline führt die EU an, dass sie sich unabhängiger von russischem Gas machen will. Gleichzeitig nehme die EU massive Menschenrechtsverletzungen, Landrechtskonflikte und Klimaschäden in Kauf.

euBerlin. - Die Konfliktrohstoff-Verordnung der Europäischen Union läuft nach Einschätzung mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen Gefahr, in der letzten Verhandlungsrunde ihre Wirkung zu verlieren. Hauptkritikpunkt sind die Schwellenwerte, die Europäischer Rat, EU-Kommission und Parlament nun festlegen wollen: Nach einem Vorschlag der slowakischen EU-Präsidentschaft sollen unter anderem bis zu 100 Kilogramm Gold ohne jegliche Verantwortung, also ohne dass der Importeur seine Lieferkette auf mögliche Konfliktfinanzierung überprüft, eingeführt werden können.

Berlin . - Am Mittwoch hat die Fortsetzung der Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Europäischem Parlament und EU-Staaten über den künftigen Handel mit Konfliktmineralien stattgefunden. Neben Entwicklungsorganisationen wie Germanwatch und dem Ökumenischen Netz Zentralafrika fordern auch Teile der Wirtschaft - z.B. der Unternehmensverband "Fachvereinigung Edelmetalle" - von der Bundesregierung, dass alle Unternehmen, die Konfliktmineralien verwenden, Sorgfaltspflichten einhalten müssen.

Berlin. - Die EU-Kommission, das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten haben sich am Mittwoch nach einjährigen Verhandlungen auf die Leitlinien einer Verordnung geeinigt, die den Handel mit den sogenannten Konfliktmineralien regulieren soll. Deutsche Umwelt- und Entwicklungsorganisationen begrüßen die Initiative, zeigen sich über den Inhalt der Einigung aber enttäuscht.

misereorAachen. - Mehr als 170 Organisationen aus Lateinamerika, Europa und den USA, darunter MISEREOR, haben dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau am Montag einen Offenen Brief überreicht, in dem sie den Politiker auffordern, kanadische Bergbauunternehmen, die in zahlreichen Ländern der Welt tätig sind, wirksamer zu regulieren. Damit sollen nach Meinung der Unterzeichner weitere Menschenrechtsverletzungen verhindert werden.

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