Rohstoffe

afghanistan mes aynak wp 150Berlin. - In Afghanistan ist der Run auf die immensen Bodenschätze des Landes in vollem Gange. Auch die deutsche Bundesregierung beteiligt sich an dem Wettrennen um die im Boden schlummernden Ressourcen des Krisenstaates. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) forderte auf einer zweitätigen Konferenz in Berlin, die am Donnerstag zu Ende ging, ein größeres Engagement der deutschen Wirtschaft, ohne den Bergbausektor explizit zu nennen. Doch in Afghanistan geht es in erster Linie um die noch unerschlossenen Rohstoffe, die laut einer US-Studie eine Billion Dollar wert sein sollen, laut Schätzungen der afghanischen Regierung drei Billionen.

cebit 2014Hannover. - Anlässlich der am Montag beginnenden Messe CeBIT hat Germanwatch das Geschäftsmodell der Elektronikbranche kritisiert. Im Fokus stehe allein die schnelle Entwicklung von neuen Produkten und Technologien, die mit sehr kurzen Produktzyklen einhergehen. Die damit eng verwobenen Themen Ressourcenschonung und Konflikte beim Rohstoffabbau würden dabei verschwiegen.

texacoBerlin. - Ein US-Bezirksrichter hat dem Ölmulti Chevron im Prozess gegen ecuadorianische Kläger Recht gegeben und eine Klage über eine Entschädigung für die Ölverschmutzung des Regenwaldes im Amazonas abgewiesen. Bei der Prozess geht es um 9,5 Milliarden US-Dollar. Richter Lewis Kaplan befand, Chevrons Behauptung treffe zu, dass die Kläger und ihre Rechtsanwälte das entsprechende Urteil eines ecuadorianischen Gerichts unzulässig beeinflusst hätten.

germanwatch 150Berlin. - Germanwatch hat den jetzt vorgelegten Gesetzentwurf der EU-Kommission für eine verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen aus Konfliktgebieten massiv kritisiert. Die Kommission sei vor der Lobby der Konzerne eingeknickt und habe lediglich freiwillige Maßnahmen angekündigt, erklärte die Entwicklungs- und Umweltorganisation.

misereorAachen. - Am 5. März will EU-Handelskommissar Karel de Gucht den Entwurf einer Initiative veröffentlichen, der zur Eindämmung des Handels mit Konfliktmineralien beitragen soll. Hintergrund sind die langjährigen gewaltsamen Konflikte im Osten der Demokratischen Republik Kongo und der Zusammenhang mit den dortigen Bodenschätzen. Im Kongo trägt der illegale Abbau und Handel beispielsweise von Gold, Zinn oder Tantal zur Finanzierung des Bürgerkrieges bei. Die EU werde strenge Regularien aber scheuen, fürchtet das katholische Hilfswerk Misereor.

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