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Vom Arabischen Frühling zur Demokratie Erfolgsmodell Tunesien?
Thursday, 29. January 2015, 19:00 - 22:00
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Tunesien gilt als das Vorzeigemodell des Arabischen Frühlings. Als einziges Land hat es erfolgreich demokratische Reformen eingeleitet und keinen Rückfall in Bürgerkrieg oder diktatorische Strukturen erlebt.
Gleichwohl wird auch für Tunesien der Übergang vom ehemaligen Polizeistaat hin zu einer vollwertigen Demokratie kein einfacher Weg, sondern ein Langzeitprojekt, das den Bürgerinnen und Bürger viel Geduld abverlangt.

Tunesien hat auf diesem Weg bereits beachtliche Erfolge zu verbuchen: 2011 hat das Parlament eine freiheitliche Verfassung verabschiedet. 2013 trat die Regierung gewaltfrei zurück, nachdem dies in einem nationalen Dialog zwischen Regierung und Opposition ausgehandelt wurde. Die dann eingesetzte Übergangsregierung hat den Weg für freie Wahlen geebnet, die im Zeitraum Oktober bis Dezember friedlich und fair abgehalten werden konnten. Die Parlamentswahlen konnte diesmal anders als 2011 die säkulare Nida Tounes für sich entscheiden. Die islamistische Ennaha-Partei kam auf den zweiten Platz. Auch die Präsidentschaftswahlen konnte Nida Tounes gewinnen. Ihr Kandidat, der 88-jährige Béjà Caïd Essebsi, ging als Wahlsieger hervor.

 

Es diskutieren:

Dr. Isabelle Werenfels (Forschungsgruppenleiterin, Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutschland)
Said Aidi (Abgeordneter des neu gewählten tunesischen Parlaments, Mitglied der Partei Nida Tunis, Tunesien)
Rafik Halouani (Gründer von Mourakiboun, größtes Wahlbeobachtungsnetzwerk Tunesiens)
Alessio Capellani (Stellvertretender Referatsleiter Maghreb, Europäischer Auswärtiger Dienst, Brüssel)
Basma Soudani (Leiterin der Nichtregierungsorganisation la Ligue des Electrices Tunisiennes, Tunesien)

Moderation: Joachim Paul, Büroleitung Tunis Heinrich Böll Stiftung, Tunesien

Location Berlin
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