Berlin. - SPD, Grüne und FDP haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, jedes Jahr mindestens 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu investieren. Zusätzlich dazu sollen die Mittel für die internationale Klimafinanzierung weiter steigen. Im Laufe der Koalitionsverhandlungen hatten Entwicklungsorganisationen hinter der Kampagne #ZusammenWeiterEntwickeln die Parteien aufgefordert, eine zuverlässige Entwicklungsfinanzierung im Koalitionsvertrag zu verankern.
Berlin. - Die bisherige Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) soll künftig das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) leiten. Das hat die SPD am Montag in Berlin bekanntgegeben. Schulze folgt dem bisherigen Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nach, der neuer Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) wird.
Aachen. - 96 Prozent der sogenannten Niedrigeinkommensländer werden aller Voraussicht nach das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebene Ziel verfehlen, bis zum Ende dieses Jahres mindestens 40 Prozent ihrer Bevölkerungen gegen COVID-19 zu impfen. Darauf machen MISEREOR und das Missionsärztliche Institut (MI) aufmerksam. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die ärmsten Staaten der Welt haben UN-Angaben zufolge bislang nur 0,6 Prozent der weltweit ausgelieferten Impfstoffe erhalten.
Bonn. - Nach Angaben des UN-Berichts "Global Humanitarian Overview" wird der Bedarf an humanitärer Hilfe weltweit im Jahr 2022 um 17 Prozent steigen. Die Hilfsorganisation CARE warnt, dass vor allem die Klimakrise, andauernde Konflikte sowie die Corona-Pandemie weltweit den größten Druck auf ärmere Länder ausüben. Vor allem Frauen und Mädchen seien besonders stark betroffen, erhielten aber deutlich zu wenig Unterstützung. Insgesamt benötigen im kommenden Jahr schätzungsweise 274 Millionen Menschen weltweit lebensrettende Hilfe.
Wien. - Der geschäftsführende deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wird neuer Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO). Die Ernennung von Minister Müller für eine vierjährige Amtszeit wurde jetzt im Rahmen der Generalversammlung der UNIDO in Wien bestätigt. Im Laufe des Dezember wird Müller Li Yong nachfolgen, der die Sonderorganisation der Vereinten Nationen seit 2013 leitete und während seiner Amtszeit das Mandat der UNIDO an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ausrichtete.
Berlin. - Kriege und Konflikte zerstören weltweit immer mehr Kinderleben. Das belegt der 6. Bericht "Krieg gegen Kinder: Rekrutierung im Fokus" von Save the Children. Diese bisher umfassendste Datenhochrechnung, die gemeinsam mit dem Peace Research Institute Oslo (PRIO) erarbeitet wurde, zeigt, dass im Jahr 2020 weltweit rund 452 Millionen Mädchen und Jungen (eines von sechs Kindern) in einem Konfliktgebiet lebten und 193 Millionen Kinder unter gefährlichsten Lebensumständen aufwuchsen.