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Washington. - Mehr als ein Dutzend internationale Persönlichkeiten haben sich mit Ebola-Helfern aus Liberia zusammengetan. Sie fordern die Staats- und Regierungschefs dieser Welt mit einer Multi-Media-Kampagne dazu auf, mehr für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Westafrika zu tun. Die Gesundheitssysteme müssten gestärkt werden, damit künftige Ausbrüche schnell eingedämmt werden können.

ONE veröffentlichte das Video am Mittwoch zusammen mit einem interaktivem "Ebola-Reaktions-Tracker", der zeigt, wieviel Geld die Länder bisher zugesagt haben, wieviel davon bereits gezahlt wurde und wieviel medizinisches Personal und andere Hilfsmittel in die betroffenen Länder gesandt wurden. "Wir können nicht einfach nur warten und hoffen, dass sich die Ebola-Krise von selbst erledigt", erklärte der deutsche Fußballstar Per Mertesacker dazu.

In dem Video treten bekannte Persönlichkeiten auf, unter anderem die afrikanischen Musiker Fally Ipupa, Angélique Kidjo, Femi Kuti und Ice Prince, der irische Sänger und Mitbegründer von ONE, Bono, der deutsche Fußballweltmeister Per Mertesacker, die amerikanischen und britischen Stars Akon, Ben Affleck, Connie Britton, Matt Damon, Will Ferrell, Morgan Freeman, Ellie Goulding, Danai Gurira und Thandie Newton sowie der französische Schauspieler Vincent Cassel.

"Die erste Reaktion der Welt auf den Ebola-Ausbruch war ein Misserfolg", so ONE. "Die verantwortlichen Politiker haben viel zu lange gewartet, bis sie gehandelt haben. Tausende haben dies mit ihrem Leben bezahlt. Das Video, in dem nicht ein Wort gesprochen wird, zeigt, wie die Welt darauf gewartet hat, dass endlich gehandelt wird, um die Ebola-Epidemie in Westafrika zu stoppen. Es zeigt auch, dass wir mit Investitionen in die Gesundheitssysteme nicht länger warten können, wenn wir künftige Katastrophen vermeiden wollen."

Das Video endet mit dem Aufruf, die aktuelle Petition zu Ebola von ONE zu unterzeichnen. Damit werden die Staats- und Regierungschefs der Welt aufgerufen, alles Nötige zu tun, um den Ausbruch zu beenden und die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern zu stärken. Ebola sei eine globale Krise deren Bekämpfung die gemeinsamen Anstrengungen von Regierungen, Wirtschaft, Hilfsorganisationen und Gesundheitspersonal brauche. Die Kampagne von ONE konzentriert sich auf die Regierungen, damit sie ihren Teil beitragen.

Michael Elliott, Präsident und Geschäftsführer von ONE, sagte: "Die erste Reaktion auf den Ausbruch der Ebola-Krise war zu langsam und unkoordiniert. Einzelne Länder wie die USA und Großbritannien haben sich mittlerweile als führend im Kampf gegen die Seuche hervorgetan, andere traditionelle Geberländer wie Deutschland und Frankreich haben wichtige Beiträge geliefert. Doch dies ist eine globale Krise und wir benötigen eine globale Lösung. Unsere erste Priorität muss immer noch sein, den Ausbruch einzudämmen. Aber es ist genauso wichtig, dass die Welt Schritte unternimmt, um in Gesundheitssysteme zu investieren, damit Tragödien dieser Art in Zukunft gar nicht erst entstehen können."

Fußballstar Per Mertesacker erklärte sein Engagement so: "Wir können nicht einfach nur warten und hoffen, dass sich die Ebola-Krise von selbst erledigt. Es handelt sich um ein globales Problem, das sofortiges Handeln erfordert. Wir alle wissen, was getan werden muss – mit den richtigen Hilfsmitteln und dem sofortigen Einsatz dieser Mittel können wir das Problem in den Griff bekommen. Aber wir dürfen keine Minute länger warten."

Der "Ebola-Reaktions-Tracker" zeigt vier Ergebnisse auf:

  • Es gibt eine große Diskrepanz zwischen dem zugesagten und dem tatsächlich ausgezahlten Geld.
  • Keiner der großen Geber hat seine Zusagen mit Auszahlungsfristen versehen. Viele äußern sich zudem nicht klar, ob das Geld für die Ebola-Bekämpfung zusätzlich ist oder bloß von anderen Entwicklungsprogrammen umgewidmet wurde.
  • Es ist sehr schwierig, akkurate Daten zum Gesundheitspersonal zu bekommen, dem wichtigsten Bestandteil bei der Ebola-Bekämpfung. Es ist auch problematisch, festzustellen, welches Gesundheitspersonal (z.B. Epidemiologen, Ersthelfer, Krankenschwestern) nötig ist, zugesagt wurde und vor Ort eingesetzt wird.
  • Wir können die Zusagen der Länder nicht nur anhand der Höhe ihrer Finanzzusagen oder der Anzahl der bereitgestellten Helfer bewerten. Die USA beispielsweise liefern signifikante Sachleistungen wie Feldbetten, Personal und Ausstattung.

Die Zerstörung, die Ebola in Sierra Leone, Liberia und Guinea angerichtet hat, beginne den Fortschritt der letzten Jahre zunichte zu machen, warnte ONE. Jede Regierung müsse die Finanzierung, Ressourcen und Expertise zur Verfügung stellen, die benötigt werde, um Ebola unter Kontrolle zu bringen.

ONE ist eine von U2-Leadsänger Bono mitgegründete Lobby- und Kampagnenorganisation zur Bekämpfung von extremer Armut und vermeidbaren Krankheiten insbesondere in Afrika. Im Dialog mit der Öffentlichkeit und politischen Entscheidern setzt sich ONE für effektive Politikansätze und Programme ein, "die Leben retten, armen Kindern eine Schulbildung ermöglichen und Zukunftsperspektiven verbessern". Mehr als sechs Millionen Menschen unterstützen laut ONE diese Arbeit mit ihrer Stimme.

=> Video: https://www.youtube.com/watch?v=HFnlCXBomaQ
=> Petitionsseite: www.one.org/ebola 
=> "Ebola-Reaktions-Tracker": www.one.org/ebolatracker 

Quelle: www.one.org 


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