peru protest amerika21 200Lima. - In der peruanischen Hauptstadt haben erneut tausende Jugendliche gegen das neue Arbeitsgesetz protestiert. Bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften wurden mindestens 20 Jugendliche verhaftet und 16 Polizisten verletzt. Zuvor hatten Demonstrierende versucht die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, um zum Kongressgebäude zu gelangen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Unterstützt wurden die Jugendlichen bei dieser vierten Großdemonstration am vergangenen Donnerstag wieder von unterschiedlichen Studentenorganisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen. Sie forderten wie schon in der Vergangenheit die Rücknahme des im Dezember von Präsident Ollanta Humala unterzeichneten Gesetzes.

Die Regierung verurteilte die Versuche der Demonstrierenden, zum Kongress zu gelangen und zeigte unverändert kein Verständnis für die Proteste. Innenminister Daniel Urresti Daniel Urresti sagte: "Ihnen wurde gesagt, dass sie da nicht durch dürfen. Es wurde den Jugendlichen, die sich mit dem Teufel, mit den Organisationen der peruanischen Arbeiter CGTP und CPT zusammengeschlossen haben, gesagt und sie haben nicht gehorcht. Diese Gruppen respektieren das Gesetz nicht und jetzt sehen wir, wohin das führt."

Das umstrittene Arbeitsgesetz, das am 12. Dezember vergangenen Jahres vom Kongress verabschiedet wurde, soll nach Regierungsangaben jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Allerdings verweigert es ihnen im Gegenzug elementare Arbeits- und Sozialrechte. In den vergangenen Wochen war es daher immer wieder zu massiven Protesten von Seiten der Betroffenen und ihren Unterstützern gekommen. Auch peruanische Arbeitsrechtler und die internationale Arbeitsorganisation (ILO) hatten das Gesetz kritisiert.

(Dieser Artikel ist zuerst auf amerika21.de erschienen. Er wird im Rahmen einer Content-Partnerschaft auf epo.de publiziert.)

Foto: portaldelsur.info


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