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oxfamBerlin. - Angesichts der anhaltenden Krise in Syrien und der Region hat Oxfam am Freitag die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten aufgefordert, mehr Flüchtlinge aus der Krisenregion aufzunehmen, mehr Mittel für Nothilfe in Syrien und in den Nachbarstaaten bereitzustellen und sich stärker für eine friedliche Konfliktlösung einzusetzen. Am 14. September treffen sich in Brüssel die Justiz- und Innenminister der EU, um über die zunehmende Zahl von Flüchtlingen zu beraten.

Robert Lindner, Syrienreferent von Oxfam Deutschland erklärte: "Viele Menschen, die jetzt Zuflucht in Europa suchen, fliehen vor der katastrophalen Situation in Syrien und der benachbarten Region. Dort spielt sich die größte Flüchtlingskrise ab. Der Libanon und Jordanien haben alleine fast fünfmal so viele Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen, wie alle Länder Europas zusammen. Die Sozialsysteme dieser Länder drohen zu kollabieren, gesellschaftliche Spannungen nehmen zu. Europa muss schnell handeln und massiv neue Hilfsgelder mobilisieren, um die Menschen vor Ort zu unterstützen."

Derzeit ist der Nothilfeaufruf der Vereinten Nationen zur Krise in Syrien und zur Unterstützung der Nachbarländer für 2015 nur zu gut einem Drittel (37 Prozent) finanziert. Erst kürzlich musste das UN-Welternährungsprogramm im Libanon seine Nahrungsmittelhilfe für syrische Flüchtlinge drastisch kürzen. Es drohen bis Jahresende weitere Einschnitte, wenn nicht bald neues Geld fließt.

FLÜCHTLINGSSCHUTZ STATT FESTUNG EUROPA

Anlässlich des Treffens der EU-Minister am 14. September in Brüssel fordert Oxfam die EU und Regierungen der Mitgliedstaaten auf, Flüchtlinge zu schützen, anstatt den Kontinent zu einer Festung gegen Flucht und Migration auszubauen. Priorität muss neben der vermehrten Aufnahme von Flüchtlingen die akute Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer und entlang anderer Fluchtrouten haben. Gleichzeitig müssen legale Zugangswege für die Einreise und den Aufenthalt in der EU geschaffen werden. Nur so ist das Sterben an Europas Grenzen zu beenden.

"Die Mitglieder der EU müssen endlich gemeinsam Verantwortung für die angekommenen Flüchtlinge übernehmen und ein gerechtes Verteilungssystem vereinbaren. Dies muss auch für die am meisten schutzbedürftigen Menschen gelten, die aus Syrien in die umliegenden Länder geflohen sind. Alle EU-Staaten müssen ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen und allen Geflüchteten eine rechtmäßige, faire und sichere Behandlung zuteilwerden lassen. Regierungen müssen ihre Migrations- und Asylpolitik nach menschenrechtlichen Grundsätzen ausrichten und fremdenfeindlichen Stimmungen klar entgegentreten", so Lindner.

Quelle: oxfam.de


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