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unicef neu 150Berlin. - Anlässlich des am Dienstag im Berliner Kanzleramt stattfindenden Treffens der Bundesregierung mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zur aktuellen Flüchtlingskrise hat UNICEF auf die problematische Situation von Kindern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Notunterkünften hingewiesen.

Vielfach müssen Kinder mit ihren Familien wochen- oder sogar monatelang in einer für Kinder völlig ungeeigneten Umgebung in Zelten oder Turnhallen leben. Sie wohnen auf engstem Raum mit vielen Erwachsenen, haben kaum Spielmöglichkeiten, keine Privatsphäre und sind nicht ausreichend gegen mögliche Übergriffe geschützt.

"Es wird dieser Tage viel über Geld gesprochen, aber wenig über Flüchtlingskinder. Ihre Situation muss jetzt rasch stabilisiert werden", sagte der Vorsitzende von UNICEF-Deutschland, Jürgen Heraeus. "Bund, Länder und Kommunen müssen jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Integration der Kinder und Jugendlichen stellen und gezielt Mittel für ihre Versorgung und Förderung bereitstellen."

Dazu gehören die kindgerechte Ausgestaltung von Unterkünften, die sofortige Betreuung und Beschulung durch gut ausgebildete Fachkräfte, psychosoziale Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche, die schwere Erfahrungen hinter sich haben, sowie verstärkte Integrationsangebote. Auch viele unbegleitete Jugendliche brauchen qualifizierte Hilfe, die von Kommunen und Trägerorganisationen auf der Grundlage einer soliden Finanzierung geleistet werden kann.

UNICEF hat der Bundesregierung sowie den anderen von der Krise betroffenen europäischen Ländern Unterstützung bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben angeboten. Sowohl technische Expertise zum Aufbau so genannter kinderfreundlicher Orte (child-friendly spaces) als auch der Einsatz von Hilfsgütern wie der mobilen "Schule in der Kiste" können zur Verbesserung der Situation von Flüchtlingskindern bereitgestellt werden.

In den ersten sieben Monaten diesen Jahres ist die Zahl der Flüchtlingskinder, die in Europa Zuflucht suchen, um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Schätzungsweise jeder vierte Flüchtling ist derzeit ein Kind oder Jugendlicher. UNICEF ruft dringend dazu auf, mehr zu tun, um die Lage der rund 7,6 Millionen hilfebedürftigen Kinder und Jugendlichen in Syrien und seinen Nachbarländern zu verbessern.

Quelle: unicef.de


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