gfi 150Washington. - Die illegalen Finanzflüsse von Entwicklungs- und Schwellenländern in die Industriestaaten haben im Jahr 2013 die Höhe von 1,1 Billionen US-Dollar erreicht. Das zeigt eine neue Studie, die die Forschungs- und Beratungsorganisation Global Financial Integrity (GFI) am Mittwoch in Washington veröffentlicht hat. Für die Jahre 2004 bis 2013 summiert sich der Kapitalverlust für die Entwicklungsländer auf insgesamt 7,8 Billionen Dollar.

Für die Berechnung der illegalen Finanztransaktionen hat GFI die Zahlungsbilanzdaten und Handelsstatistiken überprüft, die die Länder an den Internationalen Währungsfonds (IWF) berichtet hatten, um so verbotenen Preismanipulationen im grenzüberschreitenden Handel, Steuerhinterziehung und Korruption auf die Schliche zu kommen. GFI ist eine Initiative für mehr Transparenz im Finanzsektor.

Der Studie "Illicit Financial Flows from Developing Countries: 2004-2013" zufolge verlor China in der Dekade 2004 bis 2013 am meisten Kapital durch illegale Geldflüsse: 1,39 Billionen US-Dollar. Auf den nächsten Plätzen folgen Russland, Mexiko, Indien und Malaysia. Allein im Jahr 2013 betrugen die illegalen Finanzabflüsse aus China laut GFI rund 259 Milliarden Dollar. 2013 war das letzte Jahr, für das GFI ausreichende Daten vorlagen.

In sieben der zehn untersuchten Jahre überstiegen die illegalen Finanztransfers nach Angaben des GFI die Summe, die durch Entwicklungshilfe und ausländische Direktinvestitionen in die armen Länder floss. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), gehören die Länder Subsahara-Afrikas zu den größten Verlierern durch illegale Finanzflüsse. Sie machen 6,1 Prozent des BIP Subsahara-Afrikas aus.

"This study clearly demonstrates that illicit financial flows are the most damaging economic problem faced by the world's developing and emerging economies", erklärte GFI Präsident Raymond Baker. "This year at the U.N. the mantra of 'trillions not billions' was continuously used to indicate the amount of funds needed to reach the Sustainable Development Goals. Significantly curtailing illicit flows is central to that effort."

=> Studie: "Illicit Financial Flows from Developing Countries: 2004-2013"

Quelle: www.gfintegrity.org


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