Berlin. - Agrarwissenschaftler, die sich auf die Anwendung von Computermodellen spezialisiert haben, kommen Mitte März 2016 zu einem internationalen Symposium in Berlin zusammen. Das Netzwerk der Agrar-Modellierer umfasst den ganzen Globus, mehr als 300 Teilnehmer haben ihr Kommen angekündigt. Ertragsmodelle für Nutzpflanzen haben sich in der Diskussion um die globale Ernährungssicherung als unverzichtbare Werkzeuge erwiesen, aber erst ihre konsistente Anwendung in weltweiter Zusammenarbeit sichert ihre Aussagekraft an den Schnittstellen zur Politik und zur Wirtschaft.

Simulationsmodelle sind vor allem durch ihren Einsatz zur Prognose des Klimawandels bekannt geworden. Aber auch in anderen Bereichen wird simuliert, so auch für die Landwirtschaft. Agrarwissenschaftler verwenden Modelle, um zu untersuchen, wie sich das Klima, neue Züchtungen oder veränderte landwirtschaftliche Praktiken zukünftig auf die Ernte, den Wasserverbrauch oder den Schädlingsbefall von Nutzpflanzen auswirken werden.

"Die Entwicklung verbesserter Modelle hat vor allem das Ziel, die Aussagen verlässlicher zu machen", erklärt Prof. Frank Ewert von der Universität Bonn, der mit Kollegen aus Finnland, Australien und den USA das iCROPM-Symposium ins Leben gerufen hat. "Der Austausch unter Kollegen zu aktuellsten Forschungsaktivitäten über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg ist vielleicht der wichtigste Aspekt eines solchen Symposiums", betont Gastgeber Dr. Claas Nendel vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg.

Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung arbeitet zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Agrarlandschaften. Themen wie Ernährungssicherung, Boden als natürliche Ressource oder Biologische Vielfalt werden disziplinübergreifend bearbeitet. Die Forschungsfragen umfassen drei Kernthemenbereiche: von den Prozessen in Agrarlandschaften über die Wirkung unterschiedlicher Landnutzungen bis hin zu den daraus entstehenden Nutzungskonflikten und deren Regelung. Aufbauend auf den Ergebnissen entwickelt das ZALF Lösungen für eine nachhaltige Intensivierung der Landnutzung unter sich ändernden Rahmenbedingungen wie beispielweise dem Klimawandel.

Quelle: www.leibniz-zalf.de


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