bmz 100Berlin. - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutsche Fußball-Bund e.V. (DFB) haben eine Partnerschaft vereinbart. Schwerpunkte der Kooperation sollen unter anderem die Gewaltprävention, die Flüchtlingshilfe und die Förderung der Rechte von Frauen und Mädchen sein.

Die Partnerschaftserklärung wurde von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und DFB-Präsident Reinhard Grindel am Rande des Fußball-Länderspiels Deutschland - Slowakei am Sonntagabend in Augsburg unterzeichnet. Sport soll so zur Brücke werden, über die das BMZ und der DFB wichtige entwicklungspolitische Ziele erreichen wollen.

"Sport öffnet die Herzen. Besonders der Fußball begeistert die Menschen auf der ganzen Welt", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller. "Über den Fußball erreichen wir junge Menschen und können so Werte wie Fair Play und ein gewaltfreies Miteinander vermitteln. Sport bringt Verständigung und ist Hoffnung für so viele. Er lässt die Menschen in den Flüchtlingslagern ihr Leid für kurze Zeit vergessen und hilft ihnen, das Erlebte zu verarbeiten. Mit Sport erreichen wir, dass junge Menschen die Zukunft in die eigenen Hände nehmen und sich über Ausbildung, Familie, Freunde oder Lebensziele Gedanken machen. Hier wollen wir gemeinsam mit dem DFB ansetzen und die Chancen nutzen, die sich daraus für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung ergeben."

Für DFB-Präsident Reinhard Grindel hat der Fußball hat eine gesellschaftliche Verantwortung, die weit über Landesgrenzen hinaus geht. "Wir sehen es als wichtigen Teil unseres internationalen Engagements an, die Kraft und die Potenziale des Fußballs zu nutzen, um anderen Ländern in ihrer Entwicklung zu helfen. Wir freuen uns darüber, diese wichtige Arbeit künftig im engen Zusammenspiel mit dem BMZ ausweiten und intensivieren zu können."

Bestandteil der Partnerschaft ist nach Angaben des BMZ zum Beispiel die internationale Initiative "Sport für Flüchtlinge". In Ländern wie Afghanistan, Jordanien, Kenia, Kolumbien, dem Irak und den palästinensischen Gebieten sollen gezielte Sportangebote Flüchtlingen neue Perspektiven eröffnen und zur Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft beitragen.

Der DFB und seine Mitgliedsverbände haben auch bisher schon erfolgreich mit dem BMZ zusammengearbeitet: In Namibia zum Beispiel finden Mädchen aus dem Township Katutura im eigens vom BMZ gebauten Mädchenzentrum einen geschützten Ort für Sport und zum Lernen. Experten des DFB vermitteln ihnen dort nicht nur Fußballwissen, sondern auch Selbstvertrauen und Wissen zu Gesundheit und HIV-AIDS-Prävention. Von diesen Angeboten profitiere auch die umliegende Gemeinde, so das BMZ.

Der DFB ist zudem einer der wichtigsten Partner der Initiative "Mehr Platz für Sport - 1.000 Chancen für Afrika", die das BMZ im Jahr 2014 ins Leben gerufen hat. Unter diesem Dach fördert das BMZ mit seinen Partnern in mehreren afrikanischen Ländern den Bau von Sportplätzen als sichere Orte des sozialen Miteinanders. Damit die Plätze auch langfristig genutzt werden, werden zusätzlich Sportmaterialien zur Verfügung gestellt, Nutzungskonzepte für die Plätze entwickelt und Trainer geschult.

Quelle: www.bmz.de 


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