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welcome2stayBerlin. - In Leipzig werden vom 10. bis 12. Juni mehr als 700 Menschen zum bundesweiten "Welcome2Stay"-Treffen zusammenkommen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus Willkommens-Initiativen, Selbstorganisationen von Geflüchteten, aus antirassistischen Gruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und wollen gemeinsam Perspektiven für offene Grenzen, sicheres Bleiberecht und soziale Rechte für Flüchtlinge diskutieren.

"Allein in der vergangenen Woche sind mindestens 1000 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken. Die Sperrung der Balkan-Route und der zutiefst unmoralische Deal mit Erdogan zwingen die flüchtenden Menschen auf immer gefährlichere Routen. Dieses Verbrechen an den europäischen Grenzen muss aufhören", erklärte Werner Rätz vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac.

Wie die Forderung nach sicheren Fluchtwegen gemeinsam durchgesetzt werden kann, soll einer der Debattenschwerpunkte des Welcome2Stay-Treffens sein. Neben der Situation an den Außengrenzen werden sich viele Diskussionen und Workshops um die Frage drehen, wie ein sicheres, solidarisches und gleichberechtigtes Leben für alle gemeinsam erreicht werden kann.

"Durch die Migration wird die soziale Frage, also die Frage nach bezahlbarem Wohnraum für alle, nach einer guten Bildung und Gesundheitsversorgung neu gestellt", sagte Katja Kajikhina von "Kreuzberg Hilft". "Das ist eine Chance, obwohl die Rassistinnen und Rassisten die Menschen gegeneinander aufhetzen und die Regierenden die gesellschaftliche Spaltung durch ihre Sparpolitik immer weiter verschärfen. Welcome2Stay will dagegen den gesellschaftlichen Pol der Solidarität stärken."

Ziel der Zusammenkunft ist die Entwicklung gemeinsamer Perspektiven. "Die Bewegungen der Migration und der Solidarität umfassen hunderttausende Menschen. Gemeinsam haben wir in den vergangenen Monaten Grenzen überwunden und praktische Solidarität geübt, wo auf staatlicher Seite oft nur gewolltes Versagen war. Dennoch sind wir politisch viel zu leise, zum Beispiel wenn es um die Verschärfungen des Asylrechts oder die Erfindung immer neuer 'sicherer Herkunftsländer' geht. Das kann und muss sich ändern. Welcome2Stay will dazu einen Beitrag leisten", so Christoph Kleine vom Solizentrum Lübeck.

=> www.welcome2stay.org 

Quelle: www.attac.de 


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