unctad14Nairobi. - Rund 90 Länder haben auf der 14. Tagung der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD XIV) in Nairobi (Kenia) eine von mehreren UN-Organisationen unterstützte Initiative unterzeichnet, die schädliche Subventionen für die Fischerei beendigen soll. Die Subventionen belaufen sich laut UNCTAD auf weltweit rund 35 Milliarden US-Dollar, wovon 20 Milliarden Dollar direkt zur Überfischung beitragen.

Die Initiative wird von der UNCTAD, der Welternährungsorganisation FAO und vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) getragen. Laut FAO schrumpft der Anteil der Fischbestände, die biologisch nachhaltig sind, immer weiter. Wurden 1974 rund 90 Prozent der weltweiten Fischbestände als nachhaltig betrachtet, so waren es im Jahr 2013 nur noch 69 Prozent.

UNCTAD-Generaldirektor Mukhisa Kituyi begrüßte die Initiative und sagte: "Getting 90 countries to sign up to a new initiative in such a short period of time shows both the need for this initiative and the power of UNCTAD in building consensus for meaningful change."

Die Initiative soll in einen Vier-Punkte-Plan münden. Dieser sieht vor, dass die beteiligten Staaten Informationen bereitstellen, welche Subventionen sie für die Fischerei gewähren. Diejenigen Subventionen, die zu Überfischung und illegalem Fischfang beitragen, sollen verboten werden. Politische Maßnahmen sollen verhindern, dass weitere schädliche Subventionen an die Fischerei-Industrie gelangen. Entwicklungsländer sollen eine "besondere und differenzierte Behandlung" erfahren.

Zu den Ländern, die die Initiative unterstützen, gehört die Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP) - zumeist frühere Kolonien Frankreichs und Großbritanniens, die 79 Staaten ausmacht. Auch Argentinien, Ecuador, Island, Neuseeland, Norwegen, Peru und Uruguay stimmten zu.

Quelle: www.unctad.org 


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