Sri LankaFreiburg (epo). - Die wachsende Gewalt in Sri Lanka zwingt Caritas international, seine Arbeit in den Tamilengebieten im Norden der Insel einzuschränken. Wie Mitarbeiter berichteten, ist es aufgrund von Attentaten und Entführungen nur noch unter Lebensgefahr möglich, zu den Hilfsbedürftigen vorzudringen. Caritas-Mitarbeiter und engagierte katholische Priester, die Menschenrechtsverletzungen von Regierungstruppen und Rebellen anprangern, seien wiederholt mit dem Tode bedroht worden.

In den vergangenen Wochen sind Caritas-Mitarbeitern zufolge bereits mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 3.500 Menschen aus Angst vor einem neuen Krieg geflohen. Die Stadt Jaffna, so die Berichte, gleiche einem Hochsicherheitstrakt. Caritas Sri Lanka hat dem norwegischen Sondergesandten, Eric Solheim, in einem Gespräch ihre volle Unterstützung bei den derzeit laufenden Friedensbemühungen zugesagt.

"Es wäre ein gutes Zeichen, wenn tatsächlich im Februar die Friedensverhandlungen zwischen den LTTE-Rebellen und der Regierung wie angekündigt aufgenommen würden. Die Berichte unserer Mitarbeiter deuten allerdings eher darauf hin, dass beide Seiten sich derzeit für einen Krieg rüsten", so Angela Steinegger, Sri Lanka-Expertin von Caritas international. Es sei zu befürchten, dass alle Erfolge im Wiederaufbau der vergangenen Jahre zunichte gemacht würden.

Alle Hilfsprojekte von Caritas international können derzeit nur in reduziertem Umfang fortgeführt werden. Caritas international ist seit den achtziger Jahren im Tamilengebiet in der Flüchtlingshilfe tätig. Nach dem Tsunami sind zudem für die Opfer des Seebebens auf der Halbinsel Jaffna 1.000 Häuser entstanden und 400 Boote ausgeliefert worden.

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

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