zentralafrikanische republik lage 150Bria. - Nachdem die schweren Kämpfe mit vielen Toten in der Stadt Bangassou Anfang vergangener Woche aufhörten, kam es in der Stadt Bria zu neuer Gewalt zwischen Selbstverteidigungsgruppen und Bewaffneten der Ex-Séléka-Koalition. Das hat Ärtze ohne Grenzen am Montag berichtet.

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen, die in der Stadt eine Kinderstation betreiben, behandelten bis Donnerstag vergangener Woche 44 Verletzte. Ein chirurgisches Team wurde nach Bria geschickt, um die Patienten zu operieren. Tausende sind aus der Stadt geflohen, allein 15.000 Menschen flüchteten in das nun völlig überfüllte Vertriebenenlager "PK3". Auch im Krankenhaus suchten zahlreiche Familien Zuflucht, berichtete Ärzte ohne Grenzen.

In Bangassou befinden sich noch immer 7.000 Vertriebene auf dem Gelände der Kirche. Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen haben die medizinische Hilfe im Krankenhaus wieder aufgenommen, wo besonders viele Patienten mit Malaria behandelt wurden. Zudem haben mobile Teams die Vertriebenen aufgesucht und Hunderte vor Ort behandelt bzw. ins Krankenhaus gebracht.

"Im Krankenhaus sahen wir Menschen in einem schweren Schockzustand", berichtete Dr. Johan Berg von Ärzte ohne Grenzen. "Eine schwangere Frau hatte mitansehen müssen, wie ihr Mann erschossen wurde. Danach wurde sie gefesselt und mit Gewehrkolben geschlagen. Sie hatte mit Hunderten anderen im Krankenhaus Schutz gesucht. Sie war 20 Jahre alt und war zusammen mit ihren vier Kindern gekommen. Diese Belastung war zu viel für sie. Sie konnte fast nicht mehr aufstehen, geschweige denn laufen."

Quelle: aerzte-ohne-grenzen.de


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