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bmz Accra. - In Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Entwicklungsstaatssekretär Friedrich Kitschelt am Mittwoch in Accra ein weiteres Migrationsberatungszentrum eröffnet. Neben Angeboten für Rückkehrer informieren die Mitarbeiter die lokale Bevölkerung über Beschäftigungsmöglichkeiten im eigenen Land, beispielsweise im Rahmen der Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das Zentrum berät außerdem zu legalen Migrationsmöglichkeiten nach Deutschland und klärt über die Gefahren illegaler Migration auf.

"Kein Rückkehrer soll als Verlierer in seine Heimat zurückkommen", erklärte Staatssekretär Kitschelt. "Und wir wollen jedem, der sich mit dem Gedanken an die lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer trägt, ein Angebot im eigenen Land machen. Unser Zentrum soll offen und ehrlich darüber informieren, was geht und was nicht – wir wollen nicht Träume zerstören, sondern realistische Perspektiven vermitteln."

Als erste Anlaufstelle vor Ort vermittelt das Zentrum Unterstützungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist es nach Angaben des Entwicklungsministeriums (BMZ), Bleibeperspektiven im Heimatland zu schaffen, illegaler Migration vorzubeugen und die Reintegration von Rückkehrern zu unterstützen. Das BMZ investiert in Projekte in Ghana, die gezielt für Rückkehrer geöffnet werden, zusätzliche fünf Millionen Euro. Dadurch sollen unter anderem Existenzgründer im Agrarsektor gefördert, bei der Jobvermittlung unterstützt und der Zugang zu Krediten verbessert werden.

Im März dieses Jahres hatte Entwicklungsminister Gerd Müller bereits ein Migrationsberatungszentrum in Tunesien eröffnet. Im September folgte ein weiteres in Marokko. Das Zentrum im Senegal wird laut BMZ am 18. Dezember eröffnet, das Zentrum in Nigeria Anfang 2018. Erfahrungen mit solchen Migrationsberatungszentren hat das BMZ in Pristina in Kosovo gesammelt, das seit Mai 2015 in Betrieb ist.

Informationen für Rückkehrinteressierte in Deutschland bietet in mehreren Sprachen die Internetseite www.build-your-future.net. Außerdem informieren bundesweit Reintegrations-Scouts über Rückkehrmöglichkeiten. Sie arbeiten eng mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie Städten und Gemeinden zusammen.

Quelle: www.bmz.de 


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