savethechildrenBerlin. - Anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni hat die Kinderrechtsorganisation Save the Children zum zweiten Mal den Bericht "Gesichter der Ausgrenzung" veröffentlicht, der die Situation von Mädchen und Jungen in 175 Ländern untersucht. Das Ergebnis ist alarmierend: 1,2 Milliarden Kinder sind bedroht, ihre Kindheit zu verlieren. Bewaffnete Konflikte, große Armut und geschlechterspezifische Diskriminierung sind dafür drei wesentliche Faktoren.

"Mehr als die Hälfte der Kinder dieser Welt sind benachteiligt, weil sie Mädchen sind, weil sie arm sind oder weil sie in einem Kriegsgebiet aufwachsen. Frühverheiratung, Kinderarbeit und Mangelernährung sind nur einige der alarmierenden Lebensumstände, die Kinder ihrer Kindheit berauben können", erklärte Susanna Krüger, CEO von Save the Children Deutschland.

Der im Bericht enthaltene Index verdeutlicht, dass Kindheit am stärksten in West- und Zentralafrika gefährdet ist. Obwohl auch dort – wie in insgesamt 95 Ländern – Fortschritte erzielt wurden, sind nicht weitreichend und gehen nicht schnell genug. In rund 40 Staaten hat sich die Lage extrem verschlechtert. Niger bleibt das Schlusslicht. Mali, die Zentralafrikanischen Republik und der Tschad sind knapp davor platziert. Eine eher unbeschwerte Kindheit erleben Kinder in Singapur, Slowenien und Norwegen. Deutschland belegt Platz 12.

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children verlangt von allen Regierungen, jedem Kind einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen, damit Mädchen und Jungen ihr Potential voll entfalten können. "Jetzt müssen die Nationen handeln, damit die UN-Nachhaltigkeitsvereinbarungen, ausnahmslos allen Kindern eine Zukunft zu geben, auch erfüllt werden. Zu viel steht auf dem Spiel", betonte Susanna Krüger.

Dem Bericht zufolge leben mehr als eine Milliarde Kinder in armen Ländern, 240 Millionen Kinder wachsen in Konflikten auf und mehr als 575 Millionen Mädchen sind geschlechtsspezifischer Diskriminierung ausgesetzt. Fast 153 Millionen Kinder leben in den 20 Ländern, in denen alle drei Bedrohungen gelten – dazu gehören Südsudan, Somalia, Jemen und Afghanistan.

Unterernährung, Krankheiten und unzureichende Gesundheitsversorgung töten mehr als 20 Mal so viele Kinder in Kriegsgebieten wie konfliktbedingte Gewalt, so der Bericht. Kinderarbeit liegt in Ländern, die von bewaffneten Konflikten erschüttert werden, um 77 Prozent über dem globalen Durchschnitt. Dort werden Mädchen auch häufiger frühverheiratet. Die ärmsten Mädchen haben etwa dreimal so viele Geburten wie die wohlhabendsten Mädchen.

Trotz ihrer wirtschaftlichen, militärischen und technologischen Stärke liegen die Vereinigten Staaten (Platz 36), Russland (Platz 37) und China (Platz 40) im Index hinter sämtlichen westeuropäischen Staaten. In Ostasien und im Pazifik erzielten 76 Prozent der Länder Fortschritte. Nur auf den Philippinen war ein Rückgang zu verzeichnen. Dort führt Mangelernährung zu gebremstem Wachstum.

=> Bericht und Faktenblatt

Quelle: www..savethechildren.de 


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