oxfamBerlin. - Anlässlich des am Donnerstag veröffentlichten Berichts des Weltklimarats IPCC zu Klimawandel und Land hat die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam mehr Klimaschutz und mehr Unterstützung für die ärmeren Länder beim Ausbau nachhaltiger, agro-ökologischer Anbauverfahren in der Landwirtschaft gefordert.

"Der Bericht bestätigt, dass die vom Menschen verursachte Überhitzung der Atmosphäre schon jetzt zu mehr Hitzewellen und Dürren, heftigeren Starkregen und Überschwemmungen führt", erklärte Jan Kowalzig, Klima-Experte bei Oxfam Deutschland. "Besonders besorgniserregend sind die Warnungen des Berichts, dass eine Erwärmung um drei bis vier Grad Celsius, auf die wir uns derzeit zubewegen, die weltweite Nahrungsmittelversorgung schwer und unumkehrbar beeinträchtigen dürfte."

Insbesondere in den ärmeren Ländern des Globalen Südens gefährde der Klimawandel die Lebensgrundlagen von Hunderten Millionen Menschen, die in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft auf ein stabiles Klima angewiesen sind, so Oxfam.

"Die Welt muss sich den Gefahren entgegenstellen, die der Bericht in aller Deutlichkeit beschreibt. Zuallererst gilt es, die weltweiten Treibhausgase noch vor 2050 auf Netto-Null zu senken", betonte Kowalzig. "Neben den fossilen Energien ist insbesondere auch die industrielle Landwirtschaft ein wesentlicher Treiber des Klimawandels, wie der Bericht eindrücklich klarstellt. Hoher Energiebedarf, Düngereinsatz, Massentierhaltung, aber auch Transport, Lagerung, Verarbeitung und Verkauf von Lebensmitteln führen dazu, dass rund ein Drittel des weltweiten Ausstoßes der gefährlichen Treibhausgase auf den Nahrungsmittelsektor zurückgeht."

Umso wichtiger ist aus der Sicht von Oxfam der Ausbau agro-ökologischer Anbauverfahren als Alternative zur industriellen Landwirtschaft, um die Bodenfruchtbarkeit zu schützen und zu erhöhen, die Treibhausgasemissionen zu verringern und die Ernten in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft zu verbessern. Dazu brauche es deutlich mehr Unterstützung für die ärmeren Länder, damit diese sich an den Klimawandel anpassen und die Ernten langfristig gegen kommende Klima-Extreme absichern können.

=> www.ipcc.ch

Quelle: www.oxfam.de 


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