forum fairer handel 200Berlin. - Der "International Guide to Fair Trade Labels" ist jetzt in seiner fünften Ausgabe erschienen. Es handelt sich dabei um die einzige Publikation, die die Standards und Überprüfungssysteme der wichtigsten Zeichen für Fairen Handel (Fair Trade Labels) weltweit untersucht. Der Guide wurde unter der Federführung der französischen Fair-Handels-Organisation Commerce Equitable France in Kooperation mit dem Fair World Project (USA), FAIRNESS FR (Frankreich) und dem Forum Fairer Handel als Verband des Fairen Handels in Deutschland erarbeitet.

"Das Marketing mit Nachhaltigkeit boomt. Wer steht denn nun für Fairen Handel – und wie? Dieser Leitfaden gibt Orientierung, welche Fair-Trade-Labels die international definierten Prinzipien des Fairen Handels glaubwürdig umsetzen", sagte Manuel Blendin, Geschäftsführer des Forums Fairer Handel.

Immer mehr Unternehmen betonen die vermeintliche oder reale Nachhaltigkeit ihrer Geschäftstätigkeit in ihrer Kommunikation. Sie spüren den zunehmenden gesellschaftlichen und politischen Druck, für Fairness in ihren Lieferketten und ihrer Produktion zu sorgen. "Das ist grundsätzlich eine positive Entwicklung. Wir beobachten jedoch mit großer Sorge, dass Unternehmen als Reaktion darauf ihre eigenen ethischen Labels ins Leben rufen und gegebenenfalls selbst kontrollieren. Damit stiften sie Verwirrung bei Konsument*innen und Beschaffungsstellen im privaten und öffentlichen Sektor, die ethisch und ökologisch verantwortlich einkaufen wollen. Dabei gibt es eingeführte Fair-Handels-Standards mit bewährten externen und akkreditierten Prüfsystemen wie Naturland Fair oder Fairtrade", erklärte Manuel Blendin. Mit dem vorliegenden Leitfaden möchte das Forum Fairer Handel gemeinsam mit seinen internationalen Partnern eine Orientierungshilfe geben.

Worin bestehen die Hauptunterschiede zwischen Fair-Handels- und Nachhaltigkeitsansätzen sowie freiwilligen Nachhaltigkeitsinitiativen von Unternehmen? Stehen sie tatsächlich für faire Handelspraktiken? Wie garantieren sie die Umsetzung der zugrundeliegenden Standards? Für die vorliegende Analyse wurden zwanzig Schlüsselkriterien identifiziert, die starke Fair-Trade-Labels mit hohen Anforderungen ausmachen.

Der Leitfaden beschreibt die Unterschiede zwischen den gängigsten Erkennungszeichen, hebt deren Stärken hervor und benennt Verbesserungsmöglichkeiten. Er analysiert zudem bekannte Nachhaltigkeitsansätze wie Rainforest Alliance sowie Initiativen für soziale Verantwortung von Unternehmen, darunter C.A.F.E. Practices (Starbucks) und CocoaLife (Mondelez).

"Mit Hilfe dieses internationalen Leitfadens können Unternehmen, Regierungen, Organisationen und Verbraucher*innen Kaufentscheidungen treffen, die einen positiven Einfluss auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der Produzent*innen haben", sagte Dana Geffner, Geschäftsführerin des Fair World Projects in den USA.

Quelle: www.forum-fairer-handel.de 


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