Bonn. - Die Bundesstadt Bonn tritt als dritte deutsche Stadt dem UNESCO Global Network of Learning Cities (GNLC) bei. Die Städte bilden ein Netzwerk, in dem lebenslanges Lernen mit besonders innovativen Konzepten verfolgt wird. So tragen die Learning Cities zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bei.

Das Konzept wurde vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen (UNESCO Institute for Lifelong Learning, UIL) mit Sitz in Hamburg entwickelt. Städte und Gemeinden sollen dazu angeregt werden, ihre vielfältigen Bildungsangebote kontinuierlich auszuweiten, sich hierzu auszutauschen und voneinander zu lernen.

"Bonn ist die Stadt der Vereinten Nationen: Mehr als zwanzig hier ansässige UN-Organisationen verleihen dem Bildungs- und Wissenschaftsstandort internationale Strahlkraft. Dank ihrer hervorragenden Vernetzung kann die Bundesstadt einen wertvollen Beitrag zum globalen Netzwerk der Learning Cities und zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten", sagte Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

Der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, erklärte: "Eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung für alle ist die Grundlage für unseren Wohlstand und für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030. Lernen ist ein lebenslanger Prozess, bei dem es darum geht, die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ich freue mich, dass wir als Mitglied des Netzwerks 'Learning Cities' der UNESCO künftig die Möglichkeit haben, unsere Erfahrungen im Bereich des lebenslangen Lernens mit Städten aus aller Welt zu teilen und von den Erfahrungen anderer zu lernen."

Auf Grundlage ihrer 2019 verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie will die Stadt Bonn insbesondere non-formale und informelle Bildungsprozesse und lebenslanges Lernen zu Themen nachhaltiger Entwicklung intensivieren. Dazu setzt die Bundesstadt auf die enge Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren aus dem öffentlichen und privaten Sektor, der Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen. Bonner Schulklassen und Kindergärten arbeiten beispielsweise mit der Transition Town Initiative an einem Projekt zum Schutz der Biodiversität zusammen. Ein Festival zum Thema nachhaltiges Lernen im Bonner Haus der Bildung soll eine neue Plattform zum Wissens- und Erfahrungsaustausch bieten. Darüber hinaus wird das Angebot der Digitalen Akademie an der Volkshochschule Bonn erweitert, um die Kluft zwischen den digitalen Kompetenzen jüngerer und älterer Menschen zu schließen und lebenslanges Lernen anzuregen.

David Atchoarena, Direktor des UNESCO-Instituts für Lebenslanges Lernen, begrüßte den Beitritt Bonns zum GNLC: "In Bonn ist lebenslanges Lernen nicht nur eine Vision, sondern Realität! Die Stadt arbeitet zu Recht mit dem Verständnis, dass Bildung für die Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 unerlässlich ist. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Learning City Bonn ein starkes Netzwerk lokaler Bildungsakteurinnen und -akteure für die internationale Zusammenarbeit gewonnen haben. Ich bin überzeugt, dass auch sie von der Expertise der weiteren 229 Städte aus allen Weltregionen profitieren werden, um das lebenslange Lernen für die Bonner Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln."

Neben der Stadt Bonn hat das UIL in diesem Jahr 54 weitere Städte aus 26 unterschiedlichen Ländern ins Netzwerk aufgenommen. Das UNESCO Global Network of Learning Cities (GNLC) unterstützt die Verwirklichung aller siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung, auf die sich die Vereinten Nationen mit Unterzeichnung der Agenda 2030 geeinigt haben. Das Netzwerk wurde im Jahr 2015 vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen (UIL) ins Leben gerufen. Das UIL ist ein internationales Forschungs-, Trainings-, Informations- und Dokumentationszentrum der UNESCO, das sich der Erwachsenenbildung widmet und jährlich neue Städte ins GNLC aufnimmt.

Weltweit können sich Städte und Kommunen um eine Mitgliedschaft im GNLC bewerben. Als erste deutsche Stadt trat 2016 Gelsenkirchen dem Netzwerk bei, gefolgt von Hamburg im Jahr 2019.

Quelle: www.unesco.de 


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