bmz 100Berlin. - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei den Vereinten Nationen eine weitere Unterstützung der Impfstoffplattform COVAX zugesagt. COVAX arbeitet unter Führung der Impfallianz Gavi, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Forschungsallianz CEPI daran, dass Impfstoffe für alle Länder zugänglich und bezahlbar sind. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) begrüßte die Zusage.

"Weltweit breitet sich das Corona-Virus dramatisch aus. Uns muss klar sein: Corona besiegen wir nur weltweit oder gar nicht", betonte Müller. "Deswegen unterstützt Deutschland die Impfstoffplattform COVAX. Ich bin dankbar für die Zusage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, weitere 100 Millionen Euro für den späteren Kauf von Impfdosen in Entwicklungsländern bereitzustellen. Die deutsche Entwicklungspolitik wird so die Impfstoffversorgung in 92 Entwicklungsländern unterstützen. Der Zugang zu COVID-19-Impfstoffen darf keine Frage von arm oder reich sein."

Deutschland werde COVAX auch 2021 weiter unterstützen, sagte Müller. "Jetzt müssen aber auch andere Geber ihren Beitrag leisten. Daher freue ich mich, dass Weltbank-Präsident Malpass bis zu 12 Milliarden Dollar für Entwicklungsländer zum Kauf von Impfdosen bereitstellen wird. Als viertgrößter Anteilseigner der Weltbank unterstützt Deutschland dieses starke Signal für den globalen Kampf gegen COVID-19."

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) setzt aktuell ein weltweites Corona-Sofortprogramm mit drei Milliarden Euro um. Schwerpunkte sind die Unterstützung von Flucht- und Krisenregionen, etwa durch den Bau sanitärer Anlagen und COVID-19-Testkits; die Stärkung der Gesundheitssysteme, etwa durch den Bau von Behelfskrankenhäusern; die Abmilderung der gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, etwa durch die die Unterstützung hunderttausender Textilarbeiterinnen in Afrika und Südostasien. Zudem werden 300 Millionen Kinder gegen gefährliche Krankheiten geimpft.

Deutschland ist nach BMZ-Angaben weltweit der drittgrößter Geber im Gesundheitsbereich.

Quelle: www.bmz.de 


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