Berlin. - Basierend auf einem Beschluss der WHO-Weltgesundheitsversammlung wird am 30. Januar 2022 erstmalig offiziell der Welttag gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs / Neglected Tropical Diseases) begangen. Zu den NTDs zählen Erkrankungen wie das Dengue-Fieber und Lepra, aber auch Bilharziose, die Schlafkrankheit, Flussblindheit, Trachom und viele Wurmerkrankungen. Weltweit beteiligen sich mehr als 300 Organisationen am Welt-NTD-Tag.

Auch in Deutschland setzen sich stellvertretend mehr als 100 Personen für die Bekämpfung von vernachlässigten Tropenkrankheiten ein. Eine Foto-Collage zeigt 100+ dieser engagierten Unterstützerinnen und Unterstützer aus Zivilgesellschaft, Forschung, Privatwirtwirtschaft und Politik. Sie verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass sich möglichst viele Menschen aus verschiedenen Bereichen für die 1,7 Milliarden weltweit von vernachlässigten Tropenkrankheiten Betroffenen einsetzen. Nur so können die oft vermeidbaren NTDs langfristig eliminiert werden.

Unter den 100+ Personen auf der Foto-Collage befinden sich unter anderem der Arzt und Fernsehmoderator Dr. Eckart von Hirschhausen, der Wirtschaftsminister des Bundeslandes Hessen, Tarek Al-Wazir, Abgeordnete des Deutschen Bundestags, anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der gesamte Vorstand des Deutschen Netzwerkes gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten mit seinem Sprecher Prof. Dr. Achim Hörauf.

Die Weltgesundheitsorganisation hat einen Fahrplan verabschiedet, wie die Krankheiten bis 2030 als öffentliches Gesundheitsproblem unter Kontrolle gebracht werden können. Forscherinnen und Forscher arbeiten an neuen und verbesserten Medikamenten, Impfstoffen, Therapien und Diagnoseverfahren. Viele bereits entwickelte Medikamente gegen diese Infektionskrankheiten werden kostenlos von Pharmaunternehmen gespendet. Mitarbeitende von Nichtregierungsorganisationen arbeiten in vielen Regionen der Welt mit unermüdlichem Einsatz an der Verteilung der Medikamente, an gesundheitlicher Aufklärung, Verbesserung der medizinischen Infrastruktur sowie der Behandlung von Erkrankten. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, die Bekämpfung der vernachlässigten Tropenkrankheiten zu intensivieren.

Zusätzlich unterstützt wird dieses Engagement nun durch die so genannte Kigali-Deklaration (veröffentlicht am 27.1.2022), eine Absichtserklärung von Partnern aus der Industrie, Geberländern, privaten Philanthropen, Forschungseinrichtungen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Die Kigali-Deklaration schreibt die Londoner Erklärung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten aus dem Jahr 2012 fort und soll den Fahrplan der Weltgesundheitsorganisation zu NTD-Bekämpfung unterstützen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Kigali-Deklaration verpflichten sich, auf globaler, regionaler, nationaler, kommunaler und partnerschaftlicher Ebene ihren Teil dazu beizutragen, dass vernachlässigte Tropenkrankheiten bis 2030 ausgerottet, eliminiert oder unter Kontrolle gebracht werden.

Quelle: www.dntds.de


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