TropenholzNordenham/Berlin (epo.de). - Die erste Ladung nach Richtlinien des Forest Stewardship Council (FSC) zertifizierter Holzstämme aus Zentralafrika ist am Dienstag im norddeutschen Hafen Nordenham eingetroffen. Die 132 Kubikmeter Sapeli, Sipo and Acajou stammen nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus Kabo, der größten FSC-zertifizierten Waldkonzession im tropischen Afrika in der Republik Kongo.

Kabo ist eine von fünf Konzessionen, die von der Firma Congolaise Industrielle des Bois (CIB), verwaltet wird. Alle fünf Konzessionen umfassen insgesamt 1,3 Millionen Hektar Tieflandregenwald in der Nähe der Grenze des Kongo zu Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit habe für diese Konzession im Rahmen eines Public Private Partnership-Vorhabens die Erstellung eines modernen Managementplans unterstützt, der die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Belange der Waldnutzung gleichermaßen berücksichtige, so das BMZ. "Mit diesem erfolgreichen Kooperationsvorhaben senden wir ein Signal an die Privatwirtschaft, ihrer Rolle als Motor für nachhaltige Entwicklung vor allem in den gering besiedelten Regionen Afrikas gerecht zu werden", erklärte Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der Managementplan gibt laut BMZ richtungsweisende Empfehlungen zur nachhaltigen Waldwirtschaft auch für viele andere Waldgebiete Zentralafrikas. Er könne "eine positive Trendwende zum Schutz und zur pfleglichen Nutzung der artenreichen Naturwälder Afrikas einleiten, von der vor allem die Menschen in diesen Ländern profitieren sollen", so das Ministerium.

CIB ist Teil der DLH/tt-Timber Gruppe. Während der letzten sieben Jahren hat CIB, unterstützt von vielen Partnern und Institutionen, an einem nachhaltigen Management seiner Konzessionen gearbeitet. CIB plant die restlichen vier Konzessionen ebenfalls nach FSC Standards zu zertifizieren.

"Es ist ein Meilenstein in Richtung gutes Forstmanagement in Zentralafrika", sagte Heiko Liedeker, FSC Executive Director. Seit das erste FSC Zertifikat in der Region im Dezember 2005 vergeben wurde, sei das Interesse an FSC Zertifizierung im tropischen Teil Afrikas ständig gewachsen. "Es freut mich, dass immer mehr Unternehmen und Regierungen in Zentralafrika die FSC-Zertifizierung als ein ökonomisch sinnvolles Instrument erkennen, das helfen kann eine ökologische Wende einzuleiten und zur sozialen Entwicklung beizutragen", erklärte Liedeker. "Ich hoffe CIB?s Erfolg und der Verkauf der ersten Stämme sendet ein klares Signal an Holzproduzierende Länder in Afrika: FSC ist machbar und funktioniert. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir auch weiterhin afrikanische Unternehmen bei ihren Bemühungen den FSC Standard zu erfüllen und ihre Produkte zu vermarkten."

Im Kongobecken, im Amazonas und auf Borneo stehen die letzten großen Gebiete tropischen Regenwaldes. Der Handel mit nachhaltig produziertem Holz ist nach Meinung des FSC ein wichtiges Element der Bemühungen, den Raubbau durch illegale Abholzung und Umwandlung für Landwirtschaft zu verhindern. Weitere FSC-zertifizierte Holzprodukte aus Kabo sollen im Laufe des Jahres in Europa eintreffen, wo eine starke Nachfrage nach FSC-zertifiziertem Tropenholz aus Afrika besteht. 

[Foto: Copyright © by CIB]

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