Uschi EidBerlin (epo.de). - Der Deutsche Bundestag hat einem interfraktionellen Antrag zugestimmt, das Jahr 2008 zum "Internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung" der Vereinten Nationen ausrufen. Mit dem internationalen Jahr solle die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Tatsache gelenkt werden, dass nach wie vor täglich 6.000 Kinder weltweit an den Folgen verschmutzten Wassers sterben, erklärte die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Uschi Eid (Foto).

"Wollen wir die UN-Millenniums-Entwicklungsziele im Wasserbereich erreichen und bis 2015 die Zahl der Menschen halbieren, die keinen Zugang zu Abwasserentsorgung und Toiletten haben, so müssen wir international die Anstrengungen deutlich intensivieren und an Tempo gewinnen", betonte Eid. "Wir brauchen die Aufmerksamkeit, die ein internatonales Sanitärjahr erzeugen kann, um die Konsequenzen abzustellen, die schmutziges Wasser hat: Es verursacht täglich 6.000 Todesfälle bei Kindern und 80 Prozent aller Erkrankungen in Entwicklungsländern."

Trotz der dramatischen Folgen stehe die "schmutzige Seite" des Wasserproblems noch immer im Schatten der "sauberen" Trinkwasserversorgung, sagte Eid. Das internationale Jahr solle dazu beitragen, hier Abhilfe zu schaffen.

Die Forderung nach einem internationalen Sanitärjahr ist Teil des im März 2006 vorgestellten "Hashimoto-Aktions-Plans" des Wasserberatungsgremiums von Kofi Annan, UNSGAB.

Die Chancen stehen laut Uschi Eid gut, dass die Bundestags-Forderung nach einem Internationalen Sanitärjahr 2008 Realität wird und 2008 dann der "Lokus im Fokus" steht. Denn einflussreiche Staaten konnte UNSGAB bereits dafür gewinnen, in der UN-Generalversammlung Ende dieses Jahres für die Ausrufung von 2008 als Internationalem Sanitärjahr zu votieren: Länder wie Japan, China, Frankreich, Brasilien, Ägypten und Italien stünden hinter der Initiative. Auch die deutsche Bundesregierung sei von dem Vorhaben überzeugt.

Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN


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