UNONew York (epo.de). - Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den sofortigen Rückzug von rund 1.500 eritreischen Soldaten und mehr als einem Dutzend Panzern aus der Pufferzone zu Äthiopien gefordert. Der Rat forderte Eritrea und Äthiopien auf, im seit Jahren schwelenden Grenzstreit Zurückhaltung zu üben und eine friedliche Lösung des Konfliktes zu suchen.

Der im Oktober amtierende Präsident des Weltsicherheitsrates, Japans UN-Botschafter Kenzo Oshima, rief die Konfliktparteien dazu auf, die Waffenstillstands-Vereinbarungen einzuhalten und mit der UN-Mission in Äthiopien und Eritrea (UNMEE) zusammen zu arbeiten, die den Waffenstillstand überwachen soll. Jede Eskalation des Konfliktes müsse vermieden werden.

Nach UN-Angaben waren vor einigen Tagen rund 1.500 eritreische Soldaten mit 14 Panzern in die Pufferzone zwischen beiden Staaten eingedrungen und hätten auch einen UN-Kontrollpunkt besetzt.

Die Vereinten Nationen werfen Eritrea vor, damit das Waffenstillstandsabkommen mit Äthiopien verletzt zu haben, das im Jahr 2000 unterzeichnet worden war. An Äthiopien richtet sich der Vorwurf, es erkenne die im Friedensabkommen getroffene Regelung nicht an, die Entscheidung über den endgültigen Grenzverlauf einer unabhängigen Grenzkommission zu überlassen.

Eritrea hatte nach 30 Jahren Bürgerkrieg 1993 die Unabhängigkeit von Äthiopien erlangt. Weil der Grenzverlauf zwischen beiden Staaten nicht genau festgelegt wurde, kam es 1998 zu einem Krieg, der mehrere zehntausend Opfer forderte.

 Vereinte Nationen


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