CaritasMedan/Freiburg (epo.de). - Caritas international will knapp zwei Jahre nach dem Seebeben seine Tsunami-Hilfe auf ganz Sumatra ausweiten. "Um das Aufflammen sozialer Konflikte in Indonesien zu verhindern, müssen wir noch stärker als bisher auch in den Regionen des Hinterlandes helfen", erklärte Indonesien-Experte Thorsten Hinz auf einer von Caritas international veranstalteten Tsunami-Konferenz, an der in Medan (Indonesien) 40 Vertreter internationaler Hilfsorganisationen und indonesische Regierungsvertreter teilnahmen.

Das soziale Ungleichgewicht zwischen den bislang vornehmlich begünstigten Küstenbewohnern und den weitgehend vergessenen Bewohnern des Hinterlandes berge ein großes Konfliktpotenzial. Aus diesem Grund werde Caritas international u. a. die Friedensarbeit in Dörfern im Westen Sumatras noch weiter verstärken, so Hinz. Hunderttausende Menschen sind dort Opfer eines Jahrzehnte andauernden Konfliktes zwischen der acehnesischen Unabhängigkeitsbewegung und indonesischen Regierungstruppen. "Der erneute Ausbruch des Bürgerkrieges in Sri Lanka demonstriert in abschreckender Weise, wie die Sprengkraft schwelender politischer und sozialer Konflikte auch die Hilfe für Tsunami-Opfer zunichte machen kann", warnte Hinz.

Seit Januar 2005 hat Caritas international 53 Wiederaufbauprojekte in der Region mit insgesamt mehr als sechs Millionen Euro unterstützt. Weitere neun Millionen Euro sind bis Ende 2010 verplant. Nach dem physischen Wiederaufbau von Dörfern und deren Infrastruktur sollen diese Gelder künftig in die klassischen Arbeitsfelder von Caritas international, wie etwa Behindertenarbeit, Bildungsprogramme für benachteiligte Kinder oder der Verbesserung der Lebensbedingungen von Alten und Kranken, auf ganz Sumatra fließen.

 Caritas international


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