TransFairKöln (epo). - Mehr als eine Million Kilogramm TransFair-Bio-Bananen sind im Einführungsjahr 2004 über den Ladentisch gegangen. Nach Angaben von TransFair ziehen nach Kaiser's Tengelmann, Edeka und Biosupermärkten nun andere Handelsketten nach. Ab sofort sind die TransFair-Bananen bei Walmart unter der Marke Ökofrucht, sowie bei Coop Kiel und Dohle Hit erhältlich. Mit weiteren Lebensmittelketten finden Gespräche statt. "Wir rechnen daher mit kräftigen Zuwächsen," erklärt Dieter Overath, TransFair-Geschäftsführer, "so können noch mehr Bananenbauern vom Fairen Handel in Deutschland profitieren."

Die fair gehandelten Bananen sind zu 100 Prozent organisch angebaut und stammen aus der Dominikanischen Republik, Ecuador und Peru. Im konventionellen Handel haben die Kleinbauern dort oft keine Chance, ihre Bananen in Konkurrenz zu den Konzernen kostendeckend zu verkaufen. Über den Fairen Handel können Kleinbauernkooperativen ihre Bananen zu fairen Mindestpreisen und mit stabilen langfristigen Verträgen exportieren. Dies sichert die Deckung aller Kosten und ermöglicht soziale Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, zum Beispiel den Schulbesuch der Kinder.

Francisco Nunjar Alberquerque verfügt über 1 ¼ Hektar Land. Wie alle Bananenbauer in Querecotillo bepflanzt er nur eine relativ kleine Fläche. Zwei Familien müssen immerhin von den Erträgen leben. Francisco setzt deshalb auf den Fairen Handel: "Wir erzielen hier höhere Preise. Fairer Handel, das bedeutet Solidarität mit denen, die am wenigsten haben und am meisten brauchen." Etwa 40 Kisten Bananen liefert Francisco alle 15 Tage aus - im Durchschnitt erzielt er damit knapp 100 US-Dollar.

Über den Fairen Handel erhält Francisco 2,50 US-Dollar pro Kiste, bei höherer Bananenqualität sogar 2,70 US-Dollar. Auf dem "normalen" Weltmarkt würde er nur 2,20 US-Dollar pro "Caja", pro Kiste bekommen, auf dem lokalen Markt nur knapp einen US-Dollar. Außerdem sind da ja noch die zusätzlichen Prämien aus dem Fairen Handel, freut sich Francisco: "Davon möchten wir gerne eine Apotheke einrichten." Eins steht für Francisco fest: Den Bauern in den abgelegensten Dörfern, dort wo es keine Gesundheitsversorgung gibt, denen müsse zuerst geholfen werden.

TransFair handelt als unabhängige Siegelinitiative nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair e.V. wird von 38 Organisationen wie Misereor, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), UNICEF, BUND und der Verbraucher Initiative getragen. Die Produkte sind bundesweit in 22.000 Supermärkten und Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, in Naturkostläden sowie 800 Weltläden erhältlich.

TransFair e.V.


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